Im eigenen Haus

Pensionistin von Räuber geschlagen, gewürgt, gefesselt

Steiermark
18.02.2011 17:35
Eine Pensionistin aus dem Bezirk Weiz ist am Donnerstag in ihren eigenen vier Wänden brutal überfallen worden. Ein Unbekannter hatte sich in das Haus (Bild) der 75-Jährigen in St. Margarethen an der Raab geschlichen, die Frau geschlagen, gewürgt, gefesselt und geknebelt. Beim Täter - er raubte das Handy und 150 Euro - könnte es sich um einen Rumänen handeln, der zehn Tage zuvor bei dem Opfer gebettelt hatte.

50 Minuten nachdem ihre Tochter das Haus verlassen hatte, schaltete die 75-jährige Erna W. um 13.20 Uhr den Fernseher ein und freute sich auf einen spannenden Damen-Riesentorlauf. Zuvor ging sie noch im Vorhaus auf die Toilette.

Opfer stellte sich bewusstlos
Als die Frau aus dem WC kam, begann ein Albtraum - denn hinter ihr stand ein Fremder! Der Täter warf der Oststeirerin ein Handtuch über den Kopf, schlug ihr ins Gesicht, warf sie zu Boden, fügte ihr eine Brustkorbprellung zu. Einen Moment lang wehrte sich die Pensionistin, kratzte und biss. Doch als sie aus der Nase blutete, stellte sie sich bewusstlos, um nicht noch ärger verletzt zu werden.

Täter sperrte Oststeirerin ein
"Der Unbekannte hat sie mit den Tragriemen einer dünnen Stofftasche gefesselt und geknebelt", schildert Gerald Kahr vom Landeskriminalamt. "Dann hat er die Frau vom Vorraum in die Küche gezerrt und ihr einen Teppich unter den Kopf gelegt." In diesem Moment wusste die Oststeirerin - laut eigenen Angaben - dass sie "gerettet" war. Erna W. konnte sich erst nach einer Stunde von den Fesseln befreien. Da der Täter das Haus von außen zugesperrt hatte (den Schlüssel nahm er mit) und das Festnetz kaputt war, stieg sie aus dem Küchenfenster, ging zum Nachbarn und schlug Alarm.

Krimineller von Zeugen gesehen
Der Kriminelle war vor der Tat von Nachbarn gesehen worden, als er mit dem Fahrrad rund um das Haus der 75-Jährigen fuhr. Zuletzt beobachtete ihn ein Passant, als er kurz nach 14 Uhr von der Gemeinde- in die Bundesstraße einbog. Ungewöhnlich ist, dass der Täter im Haus nichts durchwühlte, sondern nur das Handy sowie aus der Handtasche 150 Euro stahl.

Bettler als Verdächtiger
Aus derselben Tasche hatte Erna W. zehn Tage zuvor einem Rumänen sechs Euro gegeben - und zudem ein Essen samt Getränken sowie eine Jause. Eben dieser Mann könnte für die Tat infrage kommen. Als er von Haus zu Haus ging, hatte er einen Zettel bei sich, auf dem stand: "Hochwasserschaden, Rumänien April 2004".

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
Bild: Ricardo

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