08.07.2021 17:00 |

Optimismus gedämpft

Nahversorger-Lösung (noch) nicht im Warenkorb

Die Bewohner der Imster Innen- und Oberstadt müssen sich seit Juni 2020 ins Auto setzen, um zu einem Lebensmittelgeschäft zu gelangen. Dass ein Nahversorger gefragt ist, beweist eine Petition mit fast 2300 Unterschriften. Allzu viel Hoffnung sollten sich die Betroffenen aber nicht machen, die Branche setzt auf Abwarten.

Was der Ausdruck „Nahversorger“ im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet, wissen die Bewohner der Imster Innenstadt seit geraumer Zeit. Vor gut einem Jahr machte die MPreis-Filiale in der Kramergasse als einziges Lebensmittelgeschäft der Innen- und Oberstadt dicht. Katherina Grissemann-Keckeis startete zur aktuellen Bedarfserhebung die Unterschriftenaktion „Petition für einen Nahversorger in der Imster Innenstadt“. Aus den angestrebten 1000 Signaturen wurden 2292, die notariell beglaubigt der Stadtgemeinde übergeben wurden – für die Imsterin ein klares Zeichen. „Besonders betroffen seien viele ältere Imster Bürger, die teilweise unmenschliche Strecken für ihren täglichen Einkauf zurücklegen müssen“, so die Petitionsbegründerin.

„Können keinen Betreiber herzaubern“
Am Dienstag gab es ein „sehr angenehmes“, ausführliches Gespräch mit BM Stefan Weirather. Der dementiert den Verdacht der Untätigkeit: „Wir haben mit allen nur erdenklichen Argumenten versucht, MPreis zu halten. Wir bleiben weiterhin in Kontakt mit nahezu allen Lebensmittelketten und denken auch unorthodoxe Lösungen wie etwa die Kooperation mit der Lebenshilfe in Mötz an.“ Die Stadt könne aber keinen Betreiber herzaubern.


Verständnis, aber keine Lösung
Dass die Pandemiezeit eine denkbar ungünstige für Verhandlungen ist, erfuhr Katherina Grissemann-Keckeis auch persönlich. Immerhin wurde sie am Dienstag vom Expansionschef des Rewe-Konzerns angerufen. Dieser kenne die Situation in Imst und zeigte Verständnis. Man könne zurzeit allerdings nichts Konkretes unternehmen, werde aber die Situation im Auge behalten. In Roppen konnte man 2017 nach zähen Verhandlungen einen Adeg-Markt ansiedeln, allerdings trägt die Gemeinde die Miet- und Betriebskosten.

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