Gelungene Rennen

Ring-Chef Wolf: „Wir sind der Maßstab“

Steiermark
05.07.2021 06:30

Erich Wolf, Generalmanager am Red Bull Ring, zog nach dem Doppelpack der Formel 1 in Spielberg zufrieden Bilanz: Sicherheitskonzept und Stimmung passten trotz kleinen Unbehagens. Eine Kolumne von Richard Köck.

„Ein wirklich überwältigendes Gefühl. Ich hab das nicht für möglich gehalten, dass die rund 60.000 Fans auch teilweise weite Wege in Frieden gehen und schon um halb neun Uhr morgens Halli-Galli-Stimmung im Fan-Village herrscht“, beschrieb Red-Bull-Ring-Generalmanager Erich Wolf seine Gefühle und Emotionen.

Speziell am Qualifying- und am Renntag herrschte eine extrem ausgelassene Stimmung, Corona scheint vergessen. „Wir müssen natürlich dafür sorgen, dass die Veranstaltung sicher für die Besucher abläuft, aber ja: Es gab manche, die sich zu viel Freiheiten genommen haben. Das sorgt für ein wenig Unbehagen, aber die Leute wollen wieder in Hochstimmung kommen“, so Wolf weiter. „Das muss man ihnen auch zugestehen.“

Die Fans genossen die Freiheiten, sorgten für eine großartige Stimmung. (Bild: Sepp Pail)
Die Fans genossen die Freiheiten, sorgten für eine großartige Stimmung.

Dass man als Veranstalter nicht alle Auswüchse verhindern kann, ist dem Generalmanager klar. „Das Sicherheitskonzept  klappte perfekt, wir reden hier von einer Freiluftveranstaltung, wo doch etwas mehr möglich sein sollte, ohne dass Ansteckungsgefahr besteht. Und: Wir müssen auch wirtschaftlich denken, dass Konsumation und Umsatz stimmen. Das  dürfen wir nicht unter den Tisch kehren“, sagt Wolf, dessen Statistiken auch sagen:  Von den rund 30.000 Holländern waren 50 Prozent geimpft. Auch punkto Verkehrsleitsystem,  Einsatzpläne für Polizei und Feuerwehr gab’s vom Chef Höchstnoten. „Die Zusammenarbeit mit den Behörden funktioniert problemlos“, sagt Wolf.

„Es muss Highlights geben!“
Bleibt die Frage aller Fragen: Jedes Jahr ein Formel-1-Doppelpack? „Nein“, erklärt der Ringchef. „Unsere Vision heißt: drei bis fünf Publikumsveranstaltungen, weil es Highlights geben muss. Dazu das laufende Motorsportgeschäft. Denn, um die Gegend nicht überzustrapazieren, muss es eine Symbiose aus positivem Zusammenwirken mit der Region geben, sowohl wirtschaftlich als auch betreffend der Umweltbelastung.“

Hoffnungsvoller Nachsatz: „Wir haben von den Formel-1-Teams tolles Feedback bekommen. Da hieß es, die beste Rennstrecke, die freundlichsten und kompetentesten Mitarbeiter. Wir sind also die Benchmark, der Maßstab. Sollte man uns nach einem zweiten Rennen fragen, werden wir das wohlwollend prüfen“, freut sich Wolf schon auf 2022 – vom 8. bis 10. Juli!

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