03.07.2021 16:20 |

Arbeitslosigkeit sinkt

Jeder sechste Beschäftigte hat Tourismus verlassen

Vor allem in den Gebirgsgauen ist die Arbeitslosigkeit bereits niedriger als vor Corona 2019. Die Gründe: Öffnungen, Kurzarbeit und viele Arbeitskräfte, die den Tourismus verlassen haben. Dennoch gibt es fast doppelt so viele Langzeitarbeitslose wie vor der Krise. Sie sollen mit Beihilfen für Betriebe Jobs finden.

Im Vergleich zum Krisenjahr 2020 ist die Arbeitslosigkeit in Salzburg fast um die Hälfte zurück gegangen. Im Pongau und Lungau nahm sie auch im Vergleich zu vor der Krise 2019 ab. Im Pongau nur etwas, im Lungau sogar fast um ein Drittel. Hauptgrund dafür ist der Tourismus. Durch die Öffnungen kehrten viele Arbeitslose in ihre Jobs zurück. Andere Kellner und Köche sind noch in Kurzarbeit und damit nicht in der Arbeitslosenstatistik. Und: 15 Prozent der Tourismusbeschäftigten haben die Branche während der Krise verlassen.

In der Stadt Salzburg ist der positive Effekt auf die Arbeitslosenzahlen aufgrund des immer noch schwachen Städtetourismus am geringsten. Um 12,5 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt noch höher als 2019. Viel stärker zugenommen hat in ganz Salzburg die Langzeitarbeitslosigkeit.

Fast 2200 Salzburger sind bereits ein Jahr oder länger arbeitslos. 90 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Sie sollen nun mit Eingliederungsbeihilfen für aufnehmende Betriebe von bis zu 50 Prozent wieder einen Job finden. Offene Stellen gibt es genug: mehr als 9.000, das ist ein Viertel mehr als vor der Krise.

Matthias Nagl
Matthias Nagl
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