07.06.2021 12:20 |

Der Kampf zurück

Fitnesscenter haben bis zu 30% der Kunden verloren

Die Fitnessstudios in Österreich haben durch die Lockdowns in der Corona-Pandemie laut Branchenschätzungen rund 25 bis 30 Prozent der Stammkunden verloren. „Es wird zwei Jahre dauern, um das Vor-Coronaniveau wieder zu erreichen“, so der WKÖ-Branchensprecher Christian Hörl. Um aus der wirtschaftlichen Schieflage herauszukommen, fordern die Fitnessstudiobetreiber eine Mehrwertsteuersenkung wie in der Gastronomie.

Vor der Corona-Krise boomte die Fitnessbranche. Immer mehr internationale Ketten drängten nach Österreich, große Betreiber verdrängten kleine Anbieter. Im Jahr 2019 hatten die über 1200 Fitnessstudios rund 1,2 Millionen eingeschriebene Mitglieder. Der Branchenumsatz lag bei 580 Millionen Euro. 2020 sei der Umsatz der Branche um rund 30 Prozent eingebrochen. Jeweils viereinhalb Monate waren die Studios im Jahr 2020 und 2021 - großteils - geschlossen. Die Corona-Lockdowns stoppten auch das Geschäft der Fitnesstrainer, nun aber würde wieder „von guten Buchungen“ berichtet.

Auslastung bis 70 Prozent
Lobende Worte gab es vom Branchenvertreter für die heimische Politik. Es habe „eine entsprechende Freude“ geben, dass die Fitnessstudios am 19. Mai gemeinsam mit der Gastronomie, Hotellerie und Kultureinrichtungen aufsperren durften. Die Auslastung liege bei 65 bis 70 Prozent im Vergleich zu Mai/Juni 2019.

Abbuchungen von Beiträgen sorgten für Unmut
Zu Unmut bei zahlreichen Fitnessstudio-Kunden führten automatische Mitgliedsbeitrag-Abbuchungen während der Corona-Lockdowns. 60 Prozent der Betriebe hätten überhaupt nicht abgebucht, betonte der WKÖ-Branchenvertreter. Während der Schließzeit habe es keine Beitragspflicht gegeben, jeder Betrieb müsse eine eigene Lösung mit seinen Kunden vereinbaren.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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