Corona-Prognose

Experten: Fallzahlen sinken weiter, aber langsamer

Österreich
04.06.2021 10:48

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen österreichweit für die kommenden Tage von weiterhin sinkenden Virus-Fallzahlen aus. Es sei jedoch eine „Reduktion der Geschwindigkeit des Rückgangs zu erwarten“, heißt es in der dieswöchigen Analyse auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums. Die Auslastung der 2056 Intensivbetten mit Covid-Kranken dürfte sich zudem von 1. bis 16. Juni von sieben auf vier Prozent verringern. Das wären weniger als 90 Corona-Intensivpatienten.

Die aktuellen Prognosen gehen von einem Infektionsgeschehen von rund 350 Neuinfektionen am letzten Prognose-Tag am kommenden Mittwoch aus (9. Juni). Bis dahin wird eine Sieben-Tage-Inzidenz von 28,9 Fällen je 100.000 Einwohnern erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist dabei unterschiedlich. Die Spannbreite der Sieben-Tage-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 15 im Burgenland bis 86 in Vorarlberg.

„Kurzfristige Veränderungen wahrscheinlich“
„In den meisten Bundesländern wird das Fallgeschehen zunehmend von singulären Cluster-Ereignissen getrieben, die nicht prognostiziert werden können“, erläuterten die Modellrechner. „Kurzfristige, sprunghafte Veränderungen insbesondere in der Wachstumsrate der Neuinfektionen sind deshalb zunehmend wahrscheinlich.“ Für einzelne Bundesländer sei auch eine Stagnation bis hin zu leichten Zuwächsen möglich. Als maßgebliche Faktoren dafür wurden die am 19. Mai gesetzten Öffnungsschritte genannt.

Auslastung der Spitalsbetten rückläufig
Auf den Intensivstationen wird von einem Rückgang der Belegung mit Covid-Patienten von 147 (am 1. Juni) auf 86 am 16. Juni ausgegangen. Der Wert dürfte jedenfalls mit 68-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 70 und 106 liegen, wurde errechnet. Auf Normalstationen wird ein Rückgang von 268 auf 167 Patienten erwartet bzw. auf einen wahrscheinlichen Bereich zwischen 130 und 215 belegten Betten. Die Auslastung der laut den Bundesländern für Covid-19 nutzbaren Intensivbetten lag am 1. Juni bei 18,5 Prozent.

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