28.05.2021 14:58 |

Hoffnung auf Sommer

Wintersaison war für Tourismus quasi Totalausfall

Für die Tourismusbranche waren die letzten Monate eine Katastrophe. Bedingt durch Corona-Lockdowns und damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen und Reiserestriktionen mussten Hotels in Österreich die gesamte Wintersaison 2020/21 hinweg geschlossen bleiben. Für die Branche bedeutet das quasi einen Totalausfall, von November 2020 bis April 2021 wurden nur 5,57 Millionen Nächtigungen verbucht. Das waren um 90,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Die Schließung der Beherbergungsbetriebe während der kompletten Wintersaison 2020/21 hat den Tourismus in Österreich im Winter 54,44 Millionen Nächtigungen gekostet, insgesamt wurden nur 5,57 Millionen Nächtigungen registriert. In der letzten von der Pandemie unbeeinflussten Wintersaison 2018/19 wurden 72,92 Millionen Nächtigungen erzielt“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Dass es trotz der monatelangen Beschränkungen überhaupt Nächtigungen gab, ist darauf zurückzuführen, dass in der Corona-Verordnung Ausnahmen zugelassen wurden. Darunter fielen beispielsweise Kuraufenthalte oder Übernachtungen aus geschäftlichen Gründen. Seit dem 19. Mai sind die Hotels aber wieder für alle, die genesen, getestet oder geimpft sind, zugänglich.

„Die Schließung der Beherbergungsbetriebe während der kompletten Wintersaison 2020/21 hat den Tourismus in Österreich im Winter 54,44 Millionen Nächtigungen gekostet, insgesamt wurden nur 5,57 Millionen Nächtigungen registriert. In der letzten von der Pandemie unbeeinflussten Wintersaison 2018/19 wurden 72,92 Millionen Nächtigungen erzielt“, so Thomas weiter.

Insgesamt verzeichneten Niederösterreich (rund 220.000) und Oberösterreich (177.000) die meisten Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen im April. Dahinter folgten die Steiermark (158.000), Tirol (121.000), Salzburg (112.000) und Kärnten (94.000). Am geringsten fiel die Zahl der Nächtigungen in Vorarlberg (36.000), Burgenland (51.000) und Wien (76.000) aus.

Gäste aus Deutschland, Polen und Ungarn
Für die gesamte Saison (November 2020 bis April 2021) zählte die Statistik Austria knapp vier Millionen Nächtigungen von inländischen Gästen und 1,6 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Der Rückgang der Gäste aus dem Ausland zur Vorjahressaison 2019/20 fiel mit 96,6 Prozent deutlich stärker aus als der Rückgang bei den Inlandsgästen (minus 69,3 Prozent). Rund 410.000 Nächtigungen wurden dabei mit Gästen aus Deutschland verbucht, 229.000 kamen aus Polen und 146.000 aus Ungarn. Deutlich weniger Nächtigungen gab es aus Italien (67.000) und Tschechien (65.000).

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Weniger Infektionen, mehr Impfungen und der Wegfall von Reiserestriktionen bringen Buchungen.

ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer

Für die weitere Entwicklung des Tourismus im heurigen Jahr hat sich die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) heute optimistisch gezeigt. Im Juni werden bereits wieder mehr als 90 Prozent der Hotels geöffnet haben. In der Ferienhotellerie werde die Auslastung im kommenden Monat zwar erst bei 35 Prozent liegen, bis August sollte diese jedoch auf 70 Prozent ansteigen.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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