22.05.2021 16:29 |

Verordnung präzisiert

3-G-Nachweis: Einreisekontrollen bleiben aufrecht

Nachdem Österreich am Mittwoch weitere Öffnungsschritte gesetzt hatte, sind auch Reisen ins Ausland wieder ohne Quarantäne möglich. Die Kontrollen der Covid-19-Einreiseverordnung nach Österreich bleiben jedoch landesweit aufrecht.

Das Gesundheitsministerium präzisierte die Covid-19-Einreiseverordnung. So müssen ab Samstag Personen aus einem Staat mit geringem Infektionsgeschehen, die nicht glaubhaft machen können, dass sie sich innerhalb der letzten zehn Tage ausschließlich in Österreich oder ihrem Heimatland aufgehalten haben, einen 3-G-Nachweis (getestet, geimpft, genesen) vorlegen.

Ohne Nachweis muss Test gemacht werden
Haben sie keinen Nachweis, müssen sie innerhalb von 24 Stunden einen Test nachmachen. Im Gegensatz zu Geimpften und Genesenen müssen Getestete fünf Tage in Quarantäne, können diese aber nach einem neuerlichen negativen Test nach fünf Tagen verlassen.

Aufgeoben hat die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu Tschechien und der Slowakei. Seit Jänner war die Grenze zu den Nachbarländern wegen der hohen Infektionszahlen dort verstärkt kontrolliert worden. Ab Samstag sei diese Verordnung aufgehoben, teilte das Innenministerium Samstagfrüh mit.

Staaten mit geringem Infektionsgeschehen sind derzeit laut Gesundheitsministerium Andorra, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Liechtenstein, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Tschechische Republik, Ungarn und der Vatikan.

Brasilien, Indien und Südafrika auf roter Liste
Die Einreise aus Virus-Varianten-Staaten - also aus Brasilien, Indien und Südafrika - ist künftig für bestimmte Personengruppen erlaubt. Dies gilt für humanitäre Einsatzkräfte, Personen, die gerichtlich oder behördlich geladen wurden, Begleitpersonen im Rahmen einer Einreise aus medizinischen Gründen, sowie für Personen, die beruflich zu einer internationalen Organisation reisen, vorausgesetzt sie können einen Nachweis eines negativen PCR-Testergebnisses vorlegen.

Test-Kontrollen lösten am Samstag Stau an der Grenze aus
Unterdessen herrschte am Samstag an den Grenzübergängen bereits reges Treiben. Vor allem an den deutschen Grenzübergängen gebe es zum Start in das Pfingstwochenende Staus und Wartezeiten, berichtete Harald Lasser vom ÖAMTC.

Auf der A1 Westautobahn am Grenzübergang Walserberg gab es einen Rückstau von fünf bis sechs Kilometer und bis zu eineinhalb Stunden Wartezeit. Das war dem Umstand geschuldet, dass Urlauber ihre Testergebnisse vorweisen mussten.

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