13.05.2021 06:00 |

Bananenrepublik?

Österreich im Fokus deutscher Medien

Titelheld der „Bild“-Zeitung, jovialer Gast auf dem kuscheligen Kaffeesofa im Frühstücksfernsehen von SAT 1 oder ganz seriös in „Spiegel“ oder „FAZ“: Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) avancierte in Deutschland zum Medienstar. Doch jetzt wird auch Kritik laut. Am Cover des aktuellen „stern“ wird unser Land gar mit einer Bananenrepublik verglichen.

Na servus. Bananenrepublik – aber immerhin eine erfolgreiche! Nicht gerade zimperlich geht der „stern“ mit Österreich um. Man will doch nicht etwa von Problemen im eigenen Land ablenken?

Wir sind „auf niedliche Art unseriöse Bewohner“
Die Alpenrepublik mit ihren „auf niedliche Weise unseriösen“ Bewohnern stecke in einer Dauerkrise. Und dann werden die Skandale der vergangenen Jahre aufgezählt. Nach Ibiza sei die Moral sogar weiter gesunken.

Reporter trafen Strache und Häupl für Interviews
Prominente Gesprächspartner trafen die Redakteure in Wien: Heinz-Christian Strache etwa. Der hat jetzt auch genug Tagesfreizeit. Oder Michael Häupl. Ob die Reporter vor dem Verfassen des Artikels mit ihm noch eine Spritzwein-Tour absolviert haben?

Heftig ist die Abrechnung mit Kurz. Die Causa Blümel hätte „in den meisten anderen EU-Ländern für einen sofortigen Rücktritt aller Involvierten gesorgt“. Zum Schluss gibt es dann doch noch gönnerhafte Worte von unseren Lieblingsnachbarn: „Opernball, Hüttengaudi und eine bärtige Dragqueen beim Song Contest - alles in einer Mentalität vereint. Wer kann das sonst!“ Na immerhin. Lang lebe die Bananenrepublik!

Gregor Brandl
Gregor Brandl
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