08.05.2021 06:01 |

Statistik zu iOS 14.5:

Mehrheit der iPhone-User lässt sich nicht tracken

Wenn man ihnen die Wahl gibt, entscheiden sich die meisten Smartphone-User dagegen, von Online-Werbefirmen wie Facebook beim Surfen und der App-Nutzung beobachtet zu werden, um personalisierte Reklame zu sehen. Laut jüngsten Statistiken machen 96 Prozent der iPhone-Nutzer Gebrauch von der neuen Funktion, das Nutzer-Tracking zu blockieren.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wettert seit Monaten gegen Apples Datenschutz-Offensive. Das soziale Netzwerk ließ zuletzt verwirrende Hinweise in den Instagram- und Facebook-Apps für das iPhone schalten, mit denen man den Nutzern das Tracking doch noch schmackhaft machen wollte - und durchblicken ließ, dass Facebook und Instagram nur kostenlos angeboten werden könnten, wenn die Nutzer sich tracken lassen.

Die meisten User gestatten kein Tracking
Geholfen hat es offenbar nichts: Wie das IT-Portal „Macrumors“ berichtet, machen die allermeisten iPhone-Nutzer von der neuen Möglichkeit Gebrauch, sich nicht von Werbetreibenden tracken zu lassen. Die Standardeinstellung unter iOS 14.5, dass Apps den User nicht tracken dürfen, werden von der überwiegenden Mehrheit der iPhone-User nicht angerührt.

Laut Statistiken des Analysedienstes Flurry geben gerade einmal vier Prozent der iPhone-Nutzer Apps die Erlaubnis, die Genehmigung einzuholen, die Nutzeraktivitäten zu tracken. 96 Prozent tun dies nicht. Datenbasis sind 2,5 Millionen iPhone-Nutzer in den USA. Global betrachtet sind die Zahlen erfreulicher für die Werbewirtschaft: Weltweit erlaubt laut den Flurry-Daten immerhin jeder achte iPhone-Nutzer Apps wie Facebook, Tracking-Dialoge anzuzeigen. Zugestimmt werden muss dann aber immer noch.

iOS 14.5 versetzt Werbewirtschaft in Aufruhr
Die Anti-Tracking-Funktion, bei der Apps explizit die Erlaubnis des Nutzers einholen müssen, wenn sie sein Verhalten zu Werbezwecken auswerten wollen, gibt es für iPhone-Nutzer seit Veröffentlichung von iOS 14.5 vor rund zwei Wochen. Apples Datenschutz-Initiative sorgte in der Werbeindustrie für großen Ärger und brachte dem Unternehmen Kritik von Social-Media-Größen wie Facebook, aber auch Vorwürfe aus der deutschen Werbewirtschaft ein. Ihr Vorwurf: Apple betreibe unfairen Wettbewerb, wenn man anderen Anbietern das Datensammeln verbiete, selbst aber sehr wohl weiterhin Informationen über iPhone-User zusammentrage.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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