06.05.2021 12:00 |

Eigene Beauftragte

Corona: Überwachte Selbsttests auf Schutzhütten

Corona macht auch vor den heimischen Bergen nicht halt. Die Schutzhütten der alpinen Vereine benötigen heuer erstmals eigene „Covid-Beauftragte“. Überwachte Selbsttests sollen den Eintritt ermöglichen.

„Wir hoffen weiterhin auf Regelungen mit Hausverstand“, erklärt Peter Kapelari, Hüttenreferent des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Denn alle Details zu den Covid-19-Vorgaben für den Sommer 2021 stehen noch nicht fest. Die Zeit drängt, zumal einige niedriger gelegene Hütten bereits mit 19. Mai öffnen wollen.

Präventionskonzept 
Derzeit sei man jedenfalls damit beschäftigt, das Präventionskonzept aus dem Vorjahr, das bestens funktioniert habe, zu adaptieren. Und dies sieht erstmals die Installierung eines Covid-19-Beauftragten pro Hütte vor. „Diese Person, wohl der Hüttenwirt, muss dafür sorgen, dass die Sicherheitskonzepte eingehalten werden“, informiert Kapelari. Und eben diese Wirte befinden sich derzeit in der Ausbildungsphase für ihre neue Funktion. Vor unlösbaren Aufgaben würden die Wirte – ohnehin bereits schon „Mädchen für alles“ – allerdings nicht stehen, meint der Hüttenreferent.

Verunsicherung wegen Eintrittstestpflicht
Bei der Registrierungspflicht für den Gastrobereich hofft Kapelari auf „elegante Lösungen“ wie zum Beispiel mittels QR-Codes. Eine Zettelwirtschaft wie im Spätherbst soll es möglichst nicht mehr gegeben. Für große Verunsicherung hat bei den Verantwortlichen die Eintrittstestpflicht für Gastronomie und Hotellerie gesorgt. Denn diese wäre im alpinen Bereich vielfach nicht umsetzbar. So können Weitwanderer nicht jeden zweiten Tag ins Tal absteigen, um sich neu testen zu lassen.

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Die Übernachtungsgäste können sich kostenlose Selbsttests im Tal besorgen, die Tests finden dann im Beisein etwa des Hüttenwirtes quasi unter Aufsicht statt.

Peter Kapelari, Hüttenreferent des ÖAV

„Dem Vernehmen nach gelten auch überwachte Selbsttests“, betont Kapelari, „die Übernachtungsgäste können sich kostenlose Selbsttests im Tal besorgen, die Tests finden dann im Beisein etwa des Hüttenwirtes quasi unter Aufsicht statt.“ Dies halte man für eine praktikable Lösung. Falle der Test positiv aus, müsse der Gast isoliert – etwa im Winterraum – übernachten und am nächsten Tag allein ins Tal absteigen.

Kapelari hofft, dass die Maskenpflicht „nicht ewig hält“. Denn diese sei in einem Hüttenbetrieb noch schwieriger umzusetzen als im Tal.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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