Klub-Vize macht Mut

Lizenz? Austria „überzeugt, dass es jetzt klappt“

Bis zu 120 Stunden Arbeit pro Woche: Austrias Vize-Präsident Raimund Harreither hatte in den entscheidenden Tagen bei den Veilchen eine Schlüsselrolle. Der erfolgreiche Geschäftsmann geht von der Lizenz aus: „Ich bin überzeugt, dass es jetzt im zweiten Anlauf klappt!"

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80 Stunden für seine Firma, zuletzt zusätzlich bis zu 40 pro Woche für die Austria - Raimund Harreither verschiebt für den Herzensklub sein Limit. In den sozialen Medien wird er als Retter, der in den violetten Gremien wachrüttelte, die benötigten sieben Millionen aufstellte, gefeiert - selbst steht erlieber neben dem Rampenlicht. Und sprach mit der „Krone“ über:

Die Tage nach der nichterteilten Lizenz: „Mein Appell in den Gremien hat Schwung in die Sache gebracht, Verantwortung ist eines der Schlüsselwörter. Danach war es tolle Teamarbeit, hat die Sache eine gewisse Eigendynamik bekommen. Die Anzahl der Telefonkonferenzen war sehr hoch, in Summe wurde fast Unmenschliches geleistet.“

Das fehlende Geld: „Alte und neue Sponsoren, Unterstützer und Fans - es ist vor dem entscheidenden Mittwoch ein großer Ruck durch den Verein gegangen. Ich bin überzeugt, dass es mit der Bundesliga-Lizenz jetzt im zweiten Anlauf klappt!“

Prägende Erlebnisse: „Speziell die Gespräche mit den Fans waren mir wichtig, die haben irgendwie noch eine Zusatzmotivation in mir ausgelöst.Wenn du siehst, was manche geben, obwohl sie selbst nicht so viel haben, kommen dir fast die Tränen. Als Arbeiterkind habe ich nie vergessen, wie wichtig es ist, mit jedem auf Augenhöhe zu sprechen.Umgekehrt hatesLeute im Umfeld des Vereins gegeben, die helfen könnten, aber nicht wollten.“

Seine Rolle: „Ich bin für den Verein nach zwei Einsätzen als Brustsponsor jetzt zum dritten Mal an die Grenze gegangen. Wir haben bei der Austria aufgeblähte Strukturen, müssen effizienter werden. Es gibt in den nächsten drei Jahren viel zu tun, ein personeller Aderlass ist unumgänglich - dann sollte das Schiff in ruhigeren Gewässern sein.“

Die Zukunft: „So wie bisher geht es natürlich nicht weiter! Ich habe längst ein Lizenzpartner-Mittelstandsmodell ausgearbeitet, da gibt es auch schon Zusagen. Wir müssen uns wirtschaftlich viel breiter aufstellen. Und zwar mit so viel österreichischer Unterstützung wie nur möglich!“

Florian Gröger
Florian Gröger
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Montag, 03. Oktober 2022
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