16.04.2021 12:12 |

Vögel sind geschützt

Streit um die Schwalben: Behörde eingeschaltet

Nach dem Streit um Schwalbennester in einer Keutschacher Wohnsiedlung sind jetzt die Behörden am Zug. Wie berichtet, hatte ja eine Wohnbaugenossenschaft deren Nester von mehreren Häusern entfernen lassen. Das ist aber verboten, denn laut Tierschutzombudsfrau sind Mehlschwalben streng geschützt.

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Weil sich einige Mieter der Wohnsiedlung in Keutschach über den Dreck unter den Nestern beschwert hatten, hat die Landeswohnbau mit der Entfernung der Nester und dem Anbringen von Zacken als Vogelabwehr reagiert. Und das zum Entsetzen vieler Schwalbenfreunde und Vogelexperten. Andreas Kleewein von BirdLife: „Die Vögel haben dadurch nahezu keine Möglichkeit mehr zu brüten, was für die Mehlschwalben eine Katastrophe bedeutet. Denn ihr Bestand ist in den vergangenen 30 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen.“ Sogar beim denkmalgeschützten Hotel Moser Verdino in Klagenfurt sei es möglich gewesen, durch das Anbringen von Kotbrettern die Schwalbennester zu erhalten.

Kärntens Tierschutzombudsfrau Jutta Wagner hat mittlerweile die Behörden eingeschaltet. Sie sollen die Angelegenheit in der Wohnsiedlung prüfen. Denn Mehlschwalben seien das ganze Jahr über streng geschützt. „Das Entfernen, Beschädigen oder Zerstören von Brutstätten dieser Vögel ist nach der Kärntner Tierartenschutzverordnung streng verboten“, erläutert die Tierschutzexpertin.

Laut Landeswohnbau Kärnten habe man jetzt eine schriftliche Umfrage bei den Mietern gestartet, um eine Lösung zu finden. Man habe im Vorjahr Kotbretter angebracht. Da sei dann der Gestank bemängelt worden. Deshalb habe man diese wieder entfernen müssen.

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