12.04.2021 11:00 |

Abriss oder Sanierung

Unklare Zukunft der Südtiroler Siedlung in Bludenz

Knapp 400 Wohnungen umfasst die Südtiroler Siedlung in Bludenz. Der Eigentümer, die Alpenländische Heimstätte, sorgte Mitte März für Aufregung und Unsicherheit bei den dortigen Mietern: In einem Schreiben wurden sie darüber informiert, dass keine größeren und nachhaltigen Investitionen mehr getätigt werden.

In der Tat sind die meisten der 397 Wohnungen in der Südtiroler Siedlung nicht sehr komfortabel. Beispielsweise gibt es in den zwischen 1943 bis 1962 errichteten Einheiten keine Zentralheizung. Die Mieten hingegen sind leistbar, die zum Teil alten und langjährigen Bewohner hängen an ihrem Zuhause. Umso überraschender kam für sie das Schreiben der Alpenländischen, in dem sie darüber informiert wurden, dass die Erhaltung der teils 80 Jahre alten Gebäude wirtschaftlich und verglichen zu heutigen ökologischen Standards nicht mehr vertretbar sei. Wohnungen würden gar nicht mehr oder nur mehr auf die Dauer von drei Jahren befristet vermietet.

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Wir werden uns für die 700 Bewohner einsetzen

Bgm. Simon Tschann

Diskussions- und Planungsprozess
Wie es in der Südtiroler Siedlung weitergehen soll, ist noch offen. Gemeinsam mit der Stadt will der Eigentümer noch in diesem Jahr einen Diskussions- und Planungsprozess hierzu starten. „Wir werden uns für die 700 Bewohner einsetzen“, versprach Bürgermeister Simon Tschann. Zudem betonte er, dass der Prozess erst beginne.

SPÖ-Fraktionsobmann verärgert über „PR-Aktion“
Mehr Tatkraft forderte Vizebürgermeister Mario Leiter. Er verlangt eine Aussprache mit Vertretern der Alpenländischen in der Sitzung des Wohnungsausschusses Ende April. Zudem solle ein Sprecher der Südtiroler Siedlung gewählt werden, der die Bewohner vertritt und in weitere Verhandlungen eingebunden wird.
Verärgert über die „PR-Aktion“ des Bürgermeisters - er hatte vergangene Woche eine Sprechstunde für die Betroffenen abgehalten - war SPÖ-Fraktionsobmann Bernhard Corn. „Das ist nur ein trauriger Abklatsch einer echten Bürgerbeteiligung“, meinte Corn.

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