15.04.2021 07:01 |

Acht Gäste blechen

1100 Euro Strafe für Corona-Party im Mühlviertel

1100 Euro Strafe pro Nase müssen acht Mühlviertler zahlen, die an einem Betriebsausflug teilgenommen hatten, der im Wintersportzentrum Liebenau mit einer Corona-Party geendet hatte. Damals war die Inzidenz im Bezirk Freistadt hoch. Den Veranstalter erwartet eine noch höhere Geldstrafe.
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Bei einer abendlichen Streife am 6. März entdeckten Gesetzeshüter in der Kantine der Wintersportarena Liebenau eine Corona-Party. Als sie anklopften, wurde das Licht abgedreht, die Türe versperrt und versucht, durch die Fenster zu flüchten. Eine Firma hatte einen Betriebsausflug veranstaltet und am Nachmittag ein Skirennen durchgeführt. Die Beschäftigten konsumierten die mitgenommenen Getränke in der Kantine – ohne Masken und Abstand. Es gab in Summe 26 Anzeigen, darunter auch wegen aggressiven Verhaltens und Anstandsverletzungen und sogar auch eine nach dem Verbotsgesetz.

Teurer Spaß
Acht Party-Gäste müssen nun für die verbotene Gaudi blechen: jeweils 500 Euro wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkungen, 500 Euro wegen Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung und 100 Euro für den Verstoß gegen die Maskenpflicht.

Inzidenz war sehr hoch
„Damals war im unserem Bezirk die Inzidenz sehr hoch. So ein Treffen war unverantwortlich“, erklärt die Freistädter Bezirkshauptfrau Andrea Außerweger, warum die Strafbemessung doch recht üppig ausgefallen ist. Die acht Sündern können beim Landesverwaltungsgericht Einspruch erheben, die Gesetzeslage ist allerdings glasklar.

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