04.04.2021 07:00 |

Sonst droht Gefahr

Debatte in Ramsau: Uhr für den Lawinenschutz tickt

Seit Herbst liegt das fertige Konzept für einen Lawinenschutz in Ramsau am Dachstein am Tisch. Zuerst scheiterte das Projekt am Eigentümer des Grundstücks. Nun ist die Frage nach der Finanzierung der Ablöse noch immer offen. Aber die Zeit drängt – sonst droht eine weitere Wintersaison ohne den Schutzwall.
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Über zwei Jahre ist es nun her, dass eine Lawine in den Ortskern von Ramsau am Dachstein donnerte. Der Schnee kam durch die Fenster, Gebäude wurden zerstört. So etwas soll nicht noch einmal passieren. Deswegen hat die Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes im Herbst 2020 ein Konzept vorgelegt: Ein Auffangdamm von 20 Metern höhe soll die Schneemassen abhalten.

„Das Projekt ist alternativlos, es muss eine Verbauung geben“, sagt Bürgermeister Ernst Fischbacher (Bürgerliste). „Der Damm schützt genau das betroffene Gebiet, das auch am dichtesten besiedelt ist.“

Im Frühjahr wolle man den Bau starten, sagte Fischbacher bereits im Dezember. Damals standen noch Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer aus. „Wir hatten ein gutes Gespräch, jetzt fehlt nur noch die Ablösesumme.“ Dafür brauche man aber Geld – und zwar vom Land Steiermark. „Die Gemeindeaufsicht muss uns die Zustimmung für einen Kredit geben“, sagt Fischbacher. Die Ablöse ist in den Projektkosten von 4,2 Millionen Euro noch nicht einberechnet.

„Projekt seit geraumer Zeit fertig“
Bei der Lawinenverbauung wird man allerdings langsam ungeduldig. „Das Projekt ist am Papier seit geraumer Zeit fertig“, sagt Chef Max Pöllinger. „Die Bereitstellung des Grundstücks obliegt der Gemeinde. Wenn man sich nicht bald zu einer Lösung durchringt, dann geht sich das bis Herbst nicht aus.“ Und das bedeutet einen weiteren Winter ohne Lawinenschutz – was im schlimmsten Fall dramatisch enden kann...

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