Videobotschaft

Kurz: In 100 Tagen erste Dosis für jeden, der will

Politik
03.04.2021 13:15

In einer rund fünfminütigen Videobotschaft hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz am Ostersamstag an die Bevölkerung gewandt. Darin will der Kanzler einen Überblick über das Thema Corona geben, um das sich „so viele unterschiedliche Meldungen“ ranken. Er sicherte zu, dass jeder, der dies möchte, in den nächsten 100 Tagen eine Corona-Impfung angeboten bekommt - mit dem russischen Vakzin Sputnik V wäre das vielleicht sogar schneller möglich, so Kurz. So sei im Sommer eine Rückkehr zur Normalität möglich, betonte der Kanzler einmal mehr.

„Die Impfung wirkt und wir schreiten gut voran“, sicherte Kurz zu. Laut Umfragen würden sich fünf Millionen Menschen impfen lassen wollen - ein Viertel davon habe bereits die erste Impfung erhalten.

Mit Sputnik V könne Durchimpfung schneller gehen
„Wir sind derzeit beim Impffortschritt unter den Top-10-Ländern in Europa und unter den Top 20 weltweit“, so Kurz weiter. „Wir werden in den nächsten 100 Tagen die Möglichkeit haben, jedem, der sich impfen lassen möchte, zumindest die erste Impfung anzubieten“ verspricht Kurz in seiner Ansprache. „Wenn wir Sputnik einsetzen, können wir das sogar noch beschleunigen.“

Der russische Botschafter Dmitrii Liubinskii (l.) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Rahmen ihres Treffens zu Sputnik V (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Der russische Botschafter Dmitrii Liubinskii (l.) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Rahmen ihres Treffens zu Sputnik V

Bis Ende April sollen alle Über-65-Jährigen geimpft werden, im Mai seien alle Über-55-Jährigen an der Reihe und im Juni sollen dann alle anderen Altersklassen folgen. „Sodass wir alle im Sommer zur Normalität zurückkehren können“, so Kurz. Die Zeit bis dahin bleibe herausfordernd und „unvorhersehbar“, warnt Kurz.

Im Mai weitere Öffnungsschritte möglich
Ziel sei weiterhin eine Überlastung der Intensivmedizin zu vermeiden. Er erinnert in seiner Botschaft, dass in Wien, Niederösterreich und im Burgenland die Situation sehr angespannt sei. Mit jeder einzelnen Impfung würde sich die Situation allerdings nicht nur für den Einzelnen, sondern insgesamt entschärfen. Bereits im Mai sei aufgrund der geplanten Durchimpfung mit einer Entspannung zu rechnen, stellte Kurz auch weitere Öffnungsschritte in Aussicht.

Der Kanzler wollte auch einige Privilegien, die in Österreich zur Verfügung stünden, nicht unerwähnt lassen: So gebe es nicht nur „ausreichend FFP2-Masken für alle Menschen“, „sondern auch ein gratis Testangebot“, betonte Kurz. „Meine große Bitte ist: Nutzen Sie dieses Angebot.“

„Corona wird vorbeigehen“
Die innere Einstellung sei aber noch viel bedeutender. Er zeigte Verständnis dafür, dass „viele von uns zu Recht das Wort Corona nicht mehr hören können und das alles schon fast unerträglich erscheint“, doch man müsse sich immer wieder bewusst machen, „dass Corona vorbeigehen wird“. Gerade zum Fest der Hoffnung solle man daran denken, „dass wir das alles gemeinsam überstehen werden“, wünschte Kurz abschließend ein schönes Osterfest.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch (Bild: APA/Helmut Fohringer)
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch

Opposition kritisiert „reine PR-Show“
Die Opposition überzeugte Kurz mit seinem Oster-Video nicht - im Gegenteil: Der Kanzler lege den Österreichern „faule Eier ins Nest“, hieß es am Samstag etwa von der SPÖ. Auch NEOS und FPÖ zeigten sich höchst skeptisch. Kritisiert wird eine „reine PR-Show“. Der Kanzler werde sein Versprechen nicht halten können.

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