05.04.2021 05:00 |

Verdauung

Gegen trägen Darm ist ein Kraut gewachsen

Verstopfung, Blähungen und Magenproblemen nach den Osterschlemmereien kann man jetzt auch mit frischen Heilpflanzen - etwa vom Garten oder Fensterbrett - ganz natürlich zu Leibe rücken.

Im Frühling bietet die Natur eine reiche Auswahl an Kräutern, mit denen sich die Verdauung natürlich ankurbeln lässt. Viele davon wachsen auch im Garten oder auf dem Fensterbrett. Löwenzahn etwa stärkt die Magensaftherstellung, wirkt appetitanregend und krampflösend. Er kann als Tee oder Salat bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt eingenommen werden. Das meist verkannte Unkraut regt außerdem die Produktion der Gallenflüssigkeit in der Leber an. Die Inhaltsstoffe der Pfefferminze (v. a. Menthol) zeigen eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes und finden Anwendung bei krampfartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich sowie der Gallenblase. Außerdem helfen die grünen Blätter bei nervösen Symptomen wie Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen, leichten Bauchkrämpfen, Magenverstimmungen und zur Appetitanregung. Die ätherischen Öle in Rosmarin fördern den Stoffwechsel und somit auch die Bildung von Magensäften. Mit dieser Pflanze können Sie auch einem aufgeblähtem Bauch den Kampf ansagen. Artischocken helfen Leber und Galle „Die Bitterstoffe der Artischockenblätter erhöhen vor allem den Gallenfluss.

In einer Studie mit zwanzig Teilnehmern wurde eine bis zu 15-prozentige Steigerung beobachtet“, erklärt Ernährungswissenschafterin Dr. Marlies Gruber vom „forum.ernährung heute“. „Durch die höhere Menge an Gallensäure wird vor allem die Fettverdauung unterstützt. Extrakte der Artischocke sollen auch helfen, immer wieder auftretenden Gallensteinen vorzubeugen.“ Außerdem enthält dieses Gemüse den Ballaststoff Inulin, der die Darmflora positiv beeinflusst, indem er gute Bakterien fördert und schlechte verdrängt. Kümmel ist ein beliebtes Hausmittel bei sämtlichen Magen-Darm-Problemen. Er hilft nicht nur gegen Verstopfung, sondern auch gegen Blähungen, Bauchschmerzen und Völlegefühl. Majoran lindert Magenbeschwerden, Reizdarm und innere Unruhe. Seine ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe wirken außerdem appetitanregend, harntreibend und bringen ebenfalls die Verdauung in Schwung. Das Kraut kann zusätzlich bei Durchfall und Übelkeit eingenommen werden. Für einen wohltuenden Tee 2 TL frischen oder getrockneten Majoran in eine Schale geben und mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen. Zehn Minuten ziehen lassen und nicht zu heiß trinken.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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