Raschere Maßnahmen

NÖ: Frühwarnsystem soll Corona-Abriegelung trotzen

Frühzeitig wollen die niederösterreichischen Behörden gegen weitere Ausreisetests oder Abriegelungen vorgehen. Durch ein Vorwarnsystem sollen die Bezirkshauptmannschaften erst informiert und dann schnelle Maßnahmen ergriffen werden. Auch in neue Tests und die Vorfinanzierung der Impfzentren wird aber investiert - 32,8 Millionen Euro fließen.

Agieren statt – wie in Wiener Neustadt – reagieren, ist das Credo im NÖ-Sanitätsstab. Denn ob der anhalten hohen Inzidenzwerte drohen – wie berichtet – gleich einer Handvoll Bezirken verpflichtende Ausreisetests. Damit die Inzidenzen aber künftig gar nicht erst über den Grenzwert von 400 ansteigen wird jetzt eine Art Frühwarnsystem installiert. Wie die „Krone“ erfahren hat, sollen die Maßnahmen fortan ab einem sieben Tage lang aufrechten Inzidenzwert von 300 verschärft, die Bezirkshauptmannschaften dann aktiv werden. Geplant seien für diesen Fall unter anderem Schwerpunkttests in kleineren Regionen.

„Wir führen intensive Gespräche dazu. Details sind noch zu klären“, bestätigt SP–Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig auf Anfrage. Offen sei etwa die Frage, ob die Maßnahmen für auch für einzelne Gemeinden oder „nur“ größere Regionen gelten sollen. Konkret betroffen wären neben Wr. Neustadt, der Bezirk Wr. Neustadt sowie die Regionen Neunkirchen und Waidhofen an der Thaya. Knapp unter dem Wert liegen die Bezirke Gmünd (273,6), Horn (268,3) und Baden (294.9).

Land kauft neue Tests um 20 Millionen Euro an
Auch um dem steigenden Bedarf an Testkapazitäten bis zum Sommer weiter gerecht werden zu können wird jetzt investiert. Insgesamt 20 Millionen Euro werden von Seiten des Landes in den Ankauf von fünf Millionen Antigen– und Nasenbohrer-Tests investiert. Letztere sollen demnächst auch in den Teststraßen in Wiener Neustadt eingesetzt werden. Weitere 12,8 Millionen Euro fließen in die Errichtung und Vorfinanzierung von Impfstellen. „Wir leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Pandemiebekämpfung“, weiß Königsberger-Ludwig.

Ein neuer Infektionsherd ist indes in Persenbeug im Bezirk Melk aufgetreten. Fünf Fälle wurden aus der örtlichen Polizeiinspektion gemeldet. „Kollegen aus den umliegenden Dienststellen sind eingesprungen. Die Sicherheit der Bevölkerung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, erklärt Landespolizei-Sprecher Johann Baumschlager.

Lukas Lusetzky
Lukas Lusetzky
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 19. Oktober 2021
Wetter Symbol
Niederösterreich Wetter
4° / 15°
stark bewölkt
3° / 13°
stark bewölkt
4° / 15°
stark bewölkt
3° / 16°
stark bewölkt
-0° / 15°
stark bewölkt
(Bild: zVg; Krone Kreativ)