07.02.2021 12:09 |

In Klingenthal

Lukas Greiderer mit Schanzenrekord aufs Stockerl

Österreichs Nordische Kombinierer haben am Sonntag im letzten Weltcupbewerb vor den Weltmeisterschaften ihren dritten Einzel-Saisonpodestrang geholt. Lukas Greiderer wurde in der zweiten Konkurrenz von Klingenthal wie schon im Dezember in Ramsau Dritter. Mit dem diesmal achtplatzierten Johannes Lamparter war ein weiterer Tiroler im November in Ruka Zweiter geworden. Der deutsche Vortagessieger Vinzenz Geiger gewann erneut, 4,1 Sek. vor Akito Watabe (JPN), 4,6 vor Greiderer.

Der hatte die Basis für seinen dritten Karriere-Podestplatz im Weltcup im Springen gelegt. Mit 148,5 m markierte der 27-Jährige Schanzenrekord, nach Abzügen wegen Windunterstützung waren ihm für den 10-km-Langlauf vier Sekunden Vorsprung geblieben. Es dauerte bis zur Hälfte der Distanz, ehe die etwas weiter hinten gestarteten Geiger und Watabe zu Greiderer aufschlossen. Dieser musste den äußerst laufstarken Geiger letztlich ziehen lassen, im Zielsprint hatte auch Watabe die größeren Reserven.

„Ich bin total zufrieden mit der Sprung-Performance dieses Wochenende“, sagte Greiderer. „Im Langlauf komme ich mir nicht so leichtfüßig vor, aber ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause.“ ÖSV-Chefcoach Christoph Eugen zeigte sich vor allem mit Greiderer, Lamparter (+52,9 Sek.) und dem zwölftplatzierten Lukas Klapfer (+1:44.7) zufrieden: „Das tut sicher gut, das Wochenende jetzt noch positiv abzuschließen.“ Der nun anstehende WM-Vorbereitungskurs ist für Seefeld eingeplant.

Greiderer und Lamparter haben ihre WM-Tickets fix, Lamparter kam nur einmal im Saisonverlauf nicht in die Top Ten. Außerdem dürfte Eugen wohl Klapfer und Mario Seidl (20./+2:04,5) nominieren. Auch Martin Fritz (19./+2:00,9) und Thomas Jöbstl (23./+2:52,5) scheinen gute Karten zu haben. Philipp Orter wurde 36. (+4:36,9). Die Österreicher müssen bei den Oberstdorf-Titelkämpfen den verletzten Franz-Josef Rehrl, den dreifachen WM-Dritten von Seefeld 2019, und nach seinen Herzproblemen Bernhard Gruber vorgeben.

Mit dem in dieser Saison schon viermal erfolgreichen Geiger und Watabe hatte Greiderer die stärksten Athleten des Feldes als Gegner, liegen sie doch im Gesamtweltcup auf den Rängen zwei und drei. Der norwegische Leader Jarl Magnus Riiber fehlte in Sachsen. Für Lamparter geht es nun zur Junioren-WM nach Lahti. Im Weltcup folgen noch je zwei Bewerbe im März in Oslo und Schonach. Dort hatte es am 16. März 2019 durch Gruber den bisher letzten österreichischen Weltcup-Einzelsieg gegeben.

krone Sport
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