26.01.2021 09:37 |

Genehmigung fehlt noch

Mexiko bestellte 24 Mio. Impfdosen „Sputnik V“

Mexiko hat 24 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ bestellt. Das teilte Präsident Andres Manuel Lopez Obrador am Montag nach einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin mit. Der Einsatz von „Sputnik V“ muss aber noch von den mexikanischen Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

In Russland selbst war das Vakzin schon im August zugelassen worden - noch vor Abschluss der dritten und damit letzten Phase der klinischen Studien. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik gestoßen.

Russland spricht von Wirksamkeit von 90 Prozent
Nach russischen Angaben, die von unabhängiger Seite bisher nicht überprüft werden konnten, hat „Sputnik V“ eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent. Neben in Russland selbst wurde Sputnik den russischen Behörden zufolge schon in Serbien, Weißrussland, Venezuela, Bolivien und Algerien zur Impfung freigegeben.

EMA hat „Sputnik V“ noch nicht genehmigt
Als erstes EU-Land gab Ungarn vergangene Woche grundsätzlich grünes Licht für den russischen Coronavirus-Impfstoff. Der Haken: Die tatsächliche Verimpfung muss noch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA genehmigt werden. 

Hohe Zahl an Corona-Toten in Mexiko
Im Mexiko war die Impfkampagne gegen das Coronavirus am 24. Dezember angelaufen. Dabei wird das von der Mainzer Firma Biontech zusammen mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Vakzin eingesetzt. Derzeit fehlt es in Mexiko aber an der erforderlichen Zahl von Impfdosen. In Mexiko wurden bereits mehr als 1,7 Millionen Corona-Erkrankungen und fast 150.000 Corona-Todesfälle registriert. Dies sind die höchsten Totenzahlen nach den USA, Brasilien und Indien. Der mexikanische Staatschef Lopez Obrador hat sich selbst mit dem Coronavirus infiziert, wie er am Sonntag bekannt gegeben hatte. Nach eigenen Angaben leidet er aber nur an milden Symptomen.

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