Scharfe Kritik an FI

BM Georg Willi sucht sich neue Mehrheiten

Tirol
23.01.2021 16:24

Nach der überraschenden Wahl von FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger zum ersten Innsbrucker Vizebürgermeister geht BM Georg Willi (Grüne) in die Offensive und stellt der in der Vierkoalition mitregierenden Liste „Für Innsbruck“ die Rute ins Fenster. „Ich suche neue Mehrheiten, um mehrere Optionen für Stabilität zu haben“, sagte Willi am Samstag im APA-Gespräch. Ein Ende der Viererkoalition bedeute das aber nicht.

Es gebe eine „aufrechte Stadtregierung“ und einen aufrechten Koalitionsvertrag, so Willi. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Koalition in der Zusammensetzung - also mit FI - fortgesetzt werde, sei derzeit „weniger hoch“. „Wir reden jetzt primär intern bei den Grünen über unsere Optionen und dann mit den anderen Parteien außer der FPÖ“, erklärte der Bürgermeister.

Auf keinen Fall Neuwahlen
Bis spätestens Mitte Februar solle es eine Entscheidung geben, in welcher Konstellation die Landeshauptstadt künftig regiert wird. Denn eines sei klar, so Willi: Neuwahlen dürfe es auf keinen Fall geben. Solche wären „genauso unverantwortlich“ wie das Verhalten von „Für Innsbruck“ rund um die Bürgermeisterwahl. Niemand würde angesichts der Herausforderungen durch die Coronakrise Verständnis für einen Urnengang haben.

Er machte klar, dass „Für Innsbruck“, die Liste der früheren Bürgermeister und jetzigen Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, nicht gerade der Gesprächspartner Nummer eins ist: „Mit FI rede ich als Letztes“. Man befinde sich jetzt „in der Sondierungsphase“.

Willi geht scharf mit Für Innsbruck, im Bild FI-Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, ins Gericht. (Bild: Birbaumer Christof)
Willi geht scharf mit Für Innsbruck, im Bild FI-Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, ins Gericht.

Willi ging mit „Für Innsbruck“ scharf ins Gericht: Der Koalitionspartner sei „der Treiber hinter der Wahl von Lassenberger“ gewesen - und das im Wissen, dass er einen Freiheitlichen in dieser Position ablehne: „Ich habe mehrere Brücken gebaut und Zugeständnisse gemacht. Aber FI ist über diese Brücken nicht drübergegangen.“

Vizewahl als „Bruch der Koalition“
Eine Koalition aus Grünen, SPÖ und ÖVP und ohne FI würde derzeit über 20 Mandate im 40 Mandate zählenden Gemeinderat verfügen. Lassenberger hatte sich am Donnerstag mit 18 Stimmen gegen die SPÖ-Kandidatin der Koalition, Elisabeth Mayr, durchgesetzt. Die SPÖ hatte zuvor am Samstag in einer Aussendung von einem „Bruch der Koalition“ gesprochen und sah Willi in der Pflicht, für stabile Verhältnisse zu sorgen.

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