15.12.2020 10:53 |

333 Schüler vermisst

Boko Haram bekennt sich zu Entführungen in Nigeria

Am Wochenende haben Bewaffnete eine Sekundarschule im Nordwesten Nigerias im Bundesstaat Katsina überfallen und Kinder entführt. Es wurde befürchtet, dass 600 Mädchen und Buben verschleppt wurden. Zu dem Angriff bekannt hat sich die Islamistengruppe Boko Haram. „Unsere Brüder stecken hinter der Entführung in Katsina“, so der Anführer, Abubakar Shekau. Viele Kinder konnten in die umliegenden Wald- und Buschgebiete flüchten. Mindestens 333 Schüler werden noch vermisst.

Anschläge, Überfälle, Erpressungen und Terrorangriffe durch bewaffnete Gruppen wie die islamistische Boko Haram gehören für viele Menschen in der instabilen Region inzwischen zum Alltag, auch Entführungen sind zum Alltag geworden.

Da die Entführungen am Freitag Hunderte Kilometer vom eigentlichen Operationsgebiet von Boko Haram - normalerweise bewegt sich die Gruppe im Nordosten des Landes rund um den Tschadsee - entfernt stattfanden, schrieb man den Angriff zunächst bewaffneten Banden zu. 

Boko Haram unter der Führung von Shekau war auch für die Entführung von 276 Schülerinnen in Chibok im Jahr 2014 verantwortlich, die weltweit für Empörung sorgte. Den neuerlichen Angriff verurteilte Präsident Muhammadu Buhari scharf, er ordnete eine erhöhte Sicherheitsstufe an allen Schulen an. Im Bundesstaat Katsina blieben die Schulen vorerst geschlossen.

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