Dem Handel fehlt in Österreich weiter die Gastronomie als Umsatzbringer. Am 1. Einkaufssamstag gab es auch Probleme mit Kartenzahlungen.
Wie schon am 8. Dezember blieb auch am ersten Einkaufssamstag nach dem Lockdown der große Ansturm auf den Handel aus. Vereinzelt bildeten sich zwar Schlangen vor den Geschäften, das lag aber mehr an den Personenbeschränkungen. Das Problem bleiben die geschlossenen Gastronomiebetriebe als Frequenzbringer.
Kurze Verweildauer drückt Umsätze nach unten
„Gastronomie und Hotellerie fehlen dem Handel weiterhin sehr, insbesondere in den Wintertourismus-Regionen in Tirol, Vorarlberg und Salzburg, aber auch in der Bundeshauptstadt Wien“, sagt Handelsverbandsprecher Rainer Will. In den Einkaufszentren drückt die kurze Verweildauer der Kunden die Umsätze nach unten. Durch den Lockdown light entgingen der Branche weiterhin 150 Millionen Euro pro Woche, rechnet der Handelsverband.
Staus durch Kartenprobleme
Verschärfend kam für die Händler gestern ein flächendeckender Ausfall bei Kartenzahlungen hinzu. In der Praxis habe das „einen enormen Zusatzaufwand sowie Verzögerungen an den Kassen“ verursacht. Die entstandenen Staus machten die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln vielerorts schwer umsetzbar.
Die Einkaufszentren zeigten sich durchaus zufrieden mit den Umsätzen. Das burgenländische Outletcenter Parndorf sprach von einem erfolgreichen Adventwochenende, Shoppingcenterbetreiber SES vom Buch- und Elektrohandel als Gewinner.
Gastronomie bangt um die Wiederöffnung im Jänner
Unterdessen bangt die Gastronomie um die Wiederöffnung im Jänner. Wirte und Hoteliers rechnen zwar damit, am 7. Jänner wieder aufzusperren, rechtlich ist das nicht sicher. „Nach dem ersten Lockdown war die Gastro als Erstes wieder offen. Wir gehen davon aus, dass wir am 7. Jänner aufsperren“, blickt Wirtesprecher Mario Pulker optimistisch ins neue Jahr.
Teresa Spari, Kronen Zeitung
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