22.10.2020 12:49 |

Neuinfektionen steigen

Hotspot Europa: Ein Höchstwert jagt den nächsten

Das weltweite Corona-Epizentrum befindet sich mittlerweile in Europa. Die Corona-Neuinfektionen steigen rasant an. Am Donnerstag meldeten einige Staaten einen neuen Höchstwert. Zahlreiche Länder haben ihre Maßnahmen bereits weiter verschärft, andere denken darüber intensiv nach. Ein Überblick. 

Österreich. Die Marke ist überschritten: Mehr als 2000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus - exakt 2435 - sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden (Stand Donnerstag, 9.30 Uhr) österreichweit gemeldet worden. Einen Jahreshöchstwert gab es auch in der Bundeshauptstadt Wien - mit 659 neuen Fällen - sowie in Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol. Ab Freitag (0 Uhr) gibt es schärfere Regeln.

Deutschland. Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag erstmals mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen registriert. In den vergangenen 24 Stunden wurden 11.287 Menschen positiv getestet. Der bisherige Höchstwert lag bei 7830, am Vortag waren es 7595. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt demnach auf 392.049. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöht sich um 30 auf 9905. Deutschland hat am Donnerstag die Schweiz, Irland, Polen, fast ganz Österreich und große Teile von Italien zum Risikogebiet erklärt. Ausgenommen in Österreich ist nur das Bundesland Kärnten.

Frankreich will wegen der sich verschärfenden Coronavirus-Pandemie den Gesundheits-Notstand bis zum 16. Februar des kommenden Jahres verlängern. Ein Regierungssprecher kündigte an, am Donnerstag sollen die Warnungen im mehreren Regionen hochgestuft werden. Das bedeute, dass mehrere Departements Ausgangssperren erlassen müssten.

Tschechien. Das Gesundheitsministerium zählt 14.968 Neuinfektionen binnen eines Tages und meldet damit einen neuen Höchstwert. Zudem registrieren die Behörden 120 weitere Todesfälle. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat einen der höchsten Infektionswerte je 100.000 Einwohner in Europa. Die tschechische Regierung verhängte daher erneut einen Lockdown, der am Donnerstag in Kraft trat.

Italien. Das Gesundheitsministerium in Rom teilte am Mittwoch mit, dass mit über 15.000 neuen Infektionen innerhalb von 24 Stunden ein Rekord registriert worden sei. 127 Menschen starben nach der Ansteckung. Das waren um 89 mehr Todesfälle als am Dienstag.

Polen. Die Anzahl der Coronavirus-Infektionen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb der letzten 24 Stunden um 12.107 an. Hinzugekommen sind 168 Todesfälle. Es wird erwartet, dass die Regierung am Donnerstag weitere Restriktionen zur Eindämmung des Virus erlässt.

In Slowenien wurden am Mittwoch insgesamt 1663 neue Fälle verzeichnet, die Positivitätsrate der Testungen stieg auf 26,8 Prozent, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Insgesamt gibt es 10.136 aktive Fälle. Im Krankenhaus werden 357 Patienten behandelt. Von 62 Patienten auf der Intensivstation werden 41 künstlich beatmet. Am Mittwoch starben neun an Covid-19 erkrankte Patienten. Der bisher schlimmste Tag wurde im südlichen Nachbarland am Dienstag mit insgesamt zehn Todesfällen verzeichnet.

Kroatien registrierte binnen 24 Stunden 1563 Neuinfektionen, dort lag die Positivitätsrate bei 22,7 Prozent. Aktuell gibt es 7380 aktive Corona-Fälle. Insgesamt 661 Patienten werden im Krankenhaus behandelt, 46 davon müssen künstlich beatmet werden. In den vergangenen 24 Stunden sind 13 Personen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, teilte das kroatische Corona-Krisenstab mit. Damit wurde auch bei den Todesfällen der bisher höchste Tageswert verzeichnet.

Ukraine. Mit 7053 Corona-Neuinfektionen gibt es auch hier einen Rekord. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen auf 322.879. Erst am Mittwoch hatte die Ukraine mit 6719 Neuinfektionen einen Höchstwert gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 116.

EU-Staaten beraten über engere Zusammenarbeit
Angesichts der wachsenden Zahl an Neuinfektionen kommen die EU-Staats- und Regierungschefs kommende Woche zu einer Video-Schaltung zusammen. Bei dem virtuellen Treffen am Donnerstag nächster Woche solle beraten werden, wie sie in der Pandemie enger zusammenarbeiten können, sagen zwei EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

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