„Muss Posten räumen“

Weltmeister fordert Rücktritt von DFB-Teamchef Löw

Die deutsche Fußballnationalmannschaft konnte beim 3:3 am Dienstagabend in der Nations League gegen die Schweiz einmal mehr nicht gänzlich überzeugen. Doch den großen Aufreger aus Sicht unserer Nachbarn gab es bereits vor der Partie: Olaf Thon, Weltmeister von 1990, hatte den Rücktritt von DFB-Teamchef Jogi Löw gefordert!

„Nach dem nächsten Turnier, nach der Europameisterschaft im kommenden Jahr, muss Jogi Löw seinen Posten räumen. Es muss ein neuer Bundestrainer her“, schrieb Thon in seiner „kicker“-Kolumne. Der Vertrag von Löw beim DFB läuft jedoch erst Ende 2022 aus.

Zuletzt hatte auch Legende Lothar Matthäus den Trainer hart kritisiert. „Deutschland hat jetzt zum fünften Mal die Führung verspielt, gegen die Türkei dreimal in einem Spiel. Wieder kosteten taktische Fehler von Jogi Löw bei den Einwechslungen den Sieg“, sagte der ehemalige DFB-Teamkapitän vor wenigen Tagen der „Bild“. Er wundere sich, wenn Spieler wie Nico Schulz, die bei ihren Vereinen auf der Bank sitzen, für Deutschland auflaufen würden. „Genau deshalb schaltet für Deutschland keiner mehr den Fernseher ein“, so der 59-jährige Ex-Rapid-Trainer.

Löw: EM-Halbfinale bleibt das „Minimumziel“
Nach dem Remis gegen die Schweiz am Dienstag bleibt Löw beim „Minimumziel“ EM-Halbfinale 2021. „Wenn wir zum Turnier fahren, ist immer das Ziel, dass wir so weit wie möglich kommen“, sagte der 60-Jährige in der ARD. Die DFB-Auswahl habe „echt Potenzial, wenn wir da ein paar Dinge korrigieren, können wir uns darauf freuen“. Gegen die Schweiz habe Löw eine „sehr, sehr gute Moral“ gesehen.

„Dass wir immer wieder die Rückstände egalisiert haben, war sicherlich positiv.“ Die deutsche Mannschaft habe „bewusst viel riskiert“. Mario Gavranovic (5. und 57. Minute) und Remo Freuler (26.) trafen für die Schweiz. Timo Werner verkürzte noch vor der Pause (28.), dann trafen Kai Havertz (55.) und Serge Gnabry (60.). „Das zeigt, dass die Mannschaft unbedingt will“, sagte Löw. „Und ein paar Fehler, ja, das gehört manchmal zum Prozess. Da kann man auch gestärkt hervorgehen.“

Kritik von Neuer
Kapitän Manuel Neuer kritisierte: „Wir haben eindeutig zu viele Gegentore kassiert“. Die Mannschaft habe sich aber „gefangen“ zum Ende des Spiels. Jubilar Toni Kroos sagte nach seinem 100. Länderspiel: "Das erste und das dritte Tor, da haben wir schon sehr mitgeholfen. Unser Problem war die erste Viertelstunde. Danach haben wir ein gutes Spiel gemacht.

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Dienstag, 27. Oktober 2020
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