13.10.2020 06:19 |

Heute live in Köln

Murray: Schulmassaker, künstliche Hüfte, Triumphe

Andy Murrays Spiel gegen Fernando Verdasco (vierte Partie nach 14 Uhr, live auf krone.at im Stream) ist große Hit des heutigen Tages/Abends bei den bett1HULKS Indoors in Köln (hier die aktuellen Wett-Quoten). Wir nehmen das vielbeachtete Comeback des einstigen Weltranglisten-Ersten zum Anlass, um die bewegte Story des Andy Murray Revue passieren zu lassen: eine Geschichte von einem Schulmassaker mit 16 Toten, großen Erfolgen, künstlichen Hüften, Comebacks und Triumphen.

Nein, der britische Nationalheld des Tennissports hatte es in seiner einzigartigen Karriere nicht leicht. Bereits in frühen Kindheitsjahren zum weißen Sport gekommen, litt der zweifache Wimbledon-Champ in seiner Jugend lange an dem grässlichen Schulmassaker auf der Insel mit 16 toten Erstklässlern und einem Lehrer, das er 1996 hautnah miterleben musste. Es war das Attentat von Dunblane, Murray kannte den Todesschützen sogar persönlich. „Er ist ab und zu in unserem Auto mitgefahren, wir haben ihn manchmal zum Bahnhof gebracht“, erinnert sich Murray in einer Dokumentation.

Angstzustände und Atemnot
Hinzu kam zu dieser Zeit die Scheidung der Eltern und der Weggang seines Bruders in ein anderes Trainingszentrum - allesamt keine leichten Umstände. Murray berichtete von Angstzuständen, die damals zum Vorschein kamen: „Ich hatte während Tennis-Matches mit Atemnot zu kämpfen.“

Tennis-Adeliger
Seit dem zweiten triumphalen Wimbledon-Triumph 2016 ist der heute 33-jährige Schotte ein Tennis-Adliger in Great Britain, „Knight Bachelor“ im Adelsstand. Zu lange seit Fred Perrys Titel in den Dreißigern wartete das stolze Königreich sehnsüchtig auf einen Nachfolger. Eben in Gestalt von Tennistiteln, vor allem im heimischen Wohnzimmer Wimbledon, die auch einem Roger Taylor in den 60er versagt blieben, als er u.a. Wilhelm Bungert im Halbfinale unterlag. Jener Murray aber brachte Perrys einstige Erfolge quasi per Zeitraffer zurück. Er gewann nicht nur zweimal das legendäre Rasenturnier, sondern als erster Tennisspieler zweimal olympisches Gold nacheinander. Grandios auch sein Sieg im Davispokal, den man lange nie für möglich gehalten hätte.

Schlimme Hüftprobleme
Seit November 2016 war Murray 41 Wochen lang Weltranglistenerster. Aber der Schotte, der noch am Sonntag den 13. Paris-Triumph von Nadal als „größte Leistung im Sport“ bezeichnete, kämpft seit Jahren gegen noch härtere Gegner als die auf den Centre Courts. Ein künstliches Hüftgelenk, schier endlose Qualen zwangen ihn fast zum Karriereende. Das ATP-Turnier in Köln ist ein erneuter, viel beachteter Comebackversuch des einstigen Weltranglistenersten.

Fernando Verdasco wartet
Erster Gegner bei seinem Comeback in Köln ist der Spanier Fernando Verdasco, beileibe kein unbeschriebenes Blatt, aber mit mittlerweile 36 Jahren wohl über seinen Leistungszenit hinaus. Trotzdem ein Stolperstein für Sir Andy? Seien Sie mit krone.at und Interwetten in diesem Erstrundenmatch dabei!

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