05.10.2020 17:38 |

Topverdienerin

Sofia Vergara ist bestbezahlte Schauspielerin

Hollywood hat eine neue Spitzenverdienerin: Sofia Vergara („Modern Family“) führt die neue Rangliste der bestbezahlten Schauspielerinnen der Traumfabrik mit Gesamteinnahmen von 43 Millionen US-Dollar an. Ganz ohne Gagen von großen Kinoproduktionen schaffte es die Actrice, sich gegen Hollywood-Veteranin Angelina Jolie (35 Millionen US-Dollar) auf Platz 2 und „Wonder Woman“ Gal Gadot (31 Millionen US-Dollar) auf Platz 3 durchzusetzen. Weit abgeschlagen hingegen die Nummer 1 aus dem Vorjahr Scarlett Johansson, die zwischen Juli 2018 und Juni 2019 auf Gesamteinnahmen von rund 56 Millionen Dollar gekommen war.

Viele US-amerikanische Kinos sind seit Ende März geschlossen. Jene die mittlerweile wiedereröffnet haben, machen in den kommenden Tagen teilweise wieder dicht. Es fehlt an Blockbustern, die Starts großer Studioproduktionen, darunter auch Marvels Agenten-Action „Black Widow“ und die Superhelden-Fortsetzung „Wonder Woman 1984“ mit Frauen in den Hauptrollen, wurden bereits mehrmals verschoben.

Da viele Filmstars große Bonuszahlungen abhängig vom Einspielergebnis kassieren, macht sich der Mangel an neuen Kinofilmen auch in der Lohnskala bemerkbar: Im Ranking der Top-Verdienerinnen mussten die Hollywood-Schauspielerinnen jetzt Platz machen für TV-Stars wie Vergara an der Spitze oder auch Ellen Pompeo („Greys Anatomy“, Rang 8 mit 19 Millionen Dollar) und Elisabeth Moss („The Handmaid‘s Tale“, Nummer 9 mit 16 Millionen Dollar).

500.000 Dollar pro Folge „Modern Family“
Vergara konnte als Gloria in der der letzten Staffel der Hit-Sitcom „Modern Family“ pro Folge 500.000 US-Dollar lukrieren. Für ihren neuen Job als Jurorin bei „America‘s Got Talent“ kamen mindestens 10 Millionen US-Dollar (pro Staffel) dazu. Hinzu kamen eine Reihe von Werbe- und Lizenzvereinbarungen.

Die TV-Ladys konnten jedenfalls von lukrativen Gehältern aus traditionellen Fernseh- und den weiter wachsenden Streamingangeboten profitieren, bei denen der Großteil der Bezahlung im Voraus erfolgt. Ein weiterer TV-Star, Viola Davis (Rang 10 mit 15,5 Millionen US-Dollar) steht zum ersten Mal auf der Liste mit Hauptrollen in der Krimiserie „How to Get Away with Murder“ und dem kommenden Netflix-Film „Ma Raineys Black Bottom“.

Insgesamt verdienten die zehn bestbezahlten Schauspielerinnen in den zwölf Monaten bis Juni 2020 zusammen 254 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von satten 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Alle bis auf zwei - Angelina Jolie und Emily Blunt (Nummer 6 mit 22,5 Millionen US-Dollar) - machten den Löwenanteil ihrer Einnahmen mit Fernsehen und Streaming. Diejenigen, die das meiste Geld mit traditionellen Filmen verdient haben, verdienten in diesem Jahr insgesamt nur noch 58 Millionen US-Dollar, verglichen mit 136,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2019. 

Blunt („Mary Poppins Rückkehr“) ist neu in den Top Ten, nachdem sie für den kommenden Filme „Jungle Cruise“ an der Seite von Dwayne „The Rock“ Johnson und dem Horror-Sequel „A Quiet Place 2“ hohe Gagen aushandeln konnte. Veteranin Meryl Streep kehrte indessen nach achtjähriger Abwesenheit aus der Rangliste wieder zurück. Sie erhielt zwei Streaming-Jobs, darunter einen achtstellige Gage von Netflix für eine Rolle in Ryan Murphys („American Horror Story“) angekündigtem Musical „The Prom“.

Scarlett Johansson vom Thron gestoßen und tief gefallen
Scarlett Johansson, die mit einem Gewinn von 56 Millionen US-Dollar die Liste des letzten Jahres anführte, schafft es diesmal nicht einmal in die Top Ten. Letztes Jahr hat sie für ihre Rolle als Black Widow in „Avengers: Endgame“ um rund 35 Millionen Dollar am Einspielergebnis mitgenascht. Nächstes Jahr sollte ihr zumindest ihr Anteil an den Gewinnen aus dem pandemieverzögerten letzten Marvel-Auftritt „Black Widow“ helfen. Aber dieses Jahr sind ihre Einnahmen um mehr als 40 Millionen US-Dollar gesunken. 

Was die Gleichstellung der Geschlechter in Hollywood betrifft, ist indes noch viel zu tun. Die zehn bestbezahlten männlichen Schauspieler haben dieses Jahr zusammen 545,5 Millionen US-Dollar kassiert - fast doppelt so viel wie ihre weiblichen Kollegen.

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