21.09.2020 21:31 |

Trump fehlte

Videobotschaft von Kurz zum 75. Geburtstag der UNO

„Die Covid-19-Pandemie hat auf dramatischste Weise gezeigt, wie miteinander verbunden und voneinander abhängig wir sind.“ Diese Botschaft hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) per Video anlässlich einer Feier zum 75. Jahrestag der Gründung der UNO bei der Vollversammlung in New York übermittelt. Kein Land könne allein die Pandemie bekämpfen oder andere globale Herausforderungen lösen, so Kurz weiter.

Die internationale Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in ihrem Zentrum sei dabei von entscheidender Bedeutung, unterstrich Kurz. „Die Vereinten Nationen sind aus der Asche und Zerstörung des Zweiten Weltkriegs geboren.“ Seither habe es „75 Jahre Engagement für den Multilateralismus“ gegeben, „die zu bemerkenswerten Erfolgen geführt haben, auf die wir alle stolz sein können“. Konkret nannte Kurz folgende Beispiele: „Ein starkes Menschenrechtssystem, Friedenssicherung, die internationale Abrüstungsarchitektur, die Agenda 2030 und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung und Leadership im Kampf gegen den Klimawandel.“

Lob für UNO-Generalsekretär wegen Fokus auf Jugend
Als „junge Führungskraft“ freue er sich, dass UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sich auch darauf konzentriere, „wie junge Menschen die Zukunft der Vereinten Nationen sehen“. Es sei schließlich „die junge Generation, die die multilaterale Ordnung von morgen prägen wird“.

Für Österreich sei 2020 im Verhältnis zu den Vereinten Nationen ein besonderes Jubiläumsjahr, erinnerte Kurz: „Es ist 65 Jahre her, seit wir beigetreten sind. 60 Jahre, seit wir zum ersten Mal zu den friedenserhaltenden Operationen beigetragen haben und 40 Jahre, seit Wien das dritte von vier Hauptquartieren der UNO weltweit beherbergt.“

Österreich bleibe ein engagierter Verfechter der Vereinten Nationen und einer wirksame internationale Zusammenarbeit, versicherte der Regierungschef. „Wir sind stolz auf den Beitrag, den wir bisher geleistet haben, und stehen bereit, alle Bemühungen zu unterstützen, um die Vereinten Nationen für die nächsten 75 Jahre fit zu machen.“

Trump glänzt mit Abwesenheit
Der internationale Festakt hat übrigens überraschend ohne Donald Trump stattgefunden. Eigentlich hätte sich der US-Präsident mit einer im Voraus aufgezeichneten Video-Botschaft als erster Vertreter der 193 Mitgliedsstaaten äußern sollen. Stattdessen redete nur die amerikanische Vize-Botschafterin Cherith Norman Chalet. Wegen der Coronavirus-Krise fiel der Festakt am UNO-Sitz in New York viel bescheidener aus als geplant. Für jedes Mitgliedsland war nur ein Vertreter im Versammlungssaal in New York zugelassen. Die Staats- und Regierungschefs schickten im Voraus aufgezeichnete Videobotschaften.

Diplomatie wegen Corona auf Sparflamme
Am Dienstag beginnt die Generaldebatte der UNO-Vollversammlung - normalerweise ein großes alljährliches Treffen mit viel Gelegenheit zu Diplomatie auch auf den Gängen. Wegen der Pandemie fallen die allermeisten Begegnungen dieses Mal aus.

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