Zwischen April und August zahlen Gutmann-Kunden zu bestimmten Zeiten am Wochenende nichts für ihren Strom. Wer das Angebot ausnützt, könne sich laut dem Tiroler Unternehmen mehrere Hundert Euro sparen. Davon erhofft man sich auch einen Lenkungseffekt, sodass Strom dann konsumiert wird, wenn er verfügbar ist.
Wer eine PV-Anlage am Dach hat, kennt das Prinzip: Wenn möglich, wird die Waschmaschine dann gestartet, auch das E-Auto geladen, wenn die Sonne scheint. Wer Stromkunde bei Gutmann ist, sollte sich im Sommer eine ähnliche Strategie zulegen. Ab April zahlen Kunden fünf Monate lang zu bestimmten Zeiten nichts für Strom: samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 12 bis 16 Uhr. Abgaben, Grund- und Netzgebühren bleiben unverändert.
Die Energiewende funktioniert dann besonders gut, wenn Erzeugung und Verbrauch zusammenpassen.
Horst Ebner, Gutmann
Überschuss an Kunden weitergegeben
„Zu diesen Zeiten haben wir im Sommer meist einen Stromüberschuss“, erklärt Horst Ebner, Leiter der Strom- und Gasabteilung bei Gutmann. Dieser Überschuss, der sich durch geringeren Verbrauch und Spitzen in der Sonnenstrom-Produktion ergibt, führe dazu, dass die Preise fallen, teils sogar unter null. „Happy Hour – volle Power“ soll also nicht nur neue Kunden locken, sondern auch stabilisierend wirken: Man erwartet, dass der Strom dadurch vermehrt nach Verfügbarkeit genutzt wird.
Wir geben nur einen Markteffekt an die Kunden weiter.
GF Alexander Gutmann
GF Alexander Gutmann betont, dass seinem Unternehmen durch den Strom zum Nulltarif keine Kosten entstehen – wegen des Überschusses: „Wir geben nur einen Markteffekt an die Kunden weiter.“ Daher sei es auch ausgeschlossen, dass zum Ausgleich andere Tarife erhöht werden.
Hunderte Euro Ersparnis möglich
Ebner rechnet vor, was sich Kunden von April bis August sparen könnten: 540 Euro beim Laden des E-Autos, 190 Euro beim elektrischen Boiler, bis zu 1500 Euro mit einer Restaurantküche.
Teilnahmevoraussetzung ist ein Smartmeter, das heute bei den meisten den Stromverbrauch misst. Kunden müssen zustimmen, dass die digitalen Geräte ihren Stromverbrauch im Viertelstundentakt aufzeichnen dürfen. Darüber hinaus gilt das Angebot für Neu- und Bestandskunden mit Fixtarif bis zu einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh. Funktioniert der Ansatz, soll er fortgeführt werden.
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