10.07.2020 16:59 |

Bei „seinem“ Turnier

Thiem feiert nach hartem Kampf den Finaleinzug

 Dominic Thiem wurde bei hochsommerlichen Temperaturen richtig gefordert, doch der Tennis-Weltranglistendritte qualifizierte sich programmgemäß für das Endspiel „seines“ Schauturniers „Thiem‘s 7“ in Kitzbühel. Er bezwang am Freitag im Halbfinale des 300.000-Euro-Einladungsturniers den Spanier Roberto Bautista Agut mit 6:7(5),6:2,6:2. Am Samstag geht es um den 100.000-Euro-Siegerscheck.

Thiem hatte die drei Gruppenmatches im von ihm mitorganisierten Schauturnier ohne Satzverlust gewonnen, doch Bautista Agut, die aktuelle Nummer 12 im ATP-Ranking, bot dem Niederösterreicher in zweieinhalb Stunden enorme Gegenwehr. Der Spielstil des Spaniers, der am Vortag Dennis Novak nur ein Game gelassen hatte, liegt Thiem nicht besonders. Schließlich hat Thiem gegen den 32-Jährigen in der ATP-Statistik auch eine 1:3-Bilanz stehen.

„Es waren 2:30 Stunden höchstes Niveau, so wie jede Woche auf der Tour. Da hat jegliche Show gefehlt, aber ist eh cool so“, sagte Thiem nach dem Kräfte raubenden Match auf dem Kitzbüheler Center Court auf ServusTV. Auch in den vorangegangen Partien war keine Spur eines Schauturniers zu sehen. „Es sind alle voll im Saft, es war wieder eine lässige Partie.“

Vielleicht sogar über meinem Niveau gespielt
Das Match hätte eigentlich auch schneller vorbei sein können, denn Thiem führte im ersten Satz dank zweier Breaks schon mit 4:1. Doch er ließ etwas nach und der Spanier nutzte seine Chance. „Ich habe (da) unglaublich gut gespielt, Bautista spielt vom ersten bis letzten Punkt immer solide sein Spiel runter. Wenn ich selbst ein bisserl nachlasse, geht es total schnell. Ich habe vielleicht sogar über meinem Niveau gespielt - dann ist der erste Satz richtig eng geworden.“

Das verlorene Tiebreak auch nach einem verpatzten Rückhand-Volley ärgerte Thiem so sehr, dass sein Schläger daran glauben musste. „Ich habe es auch nicht geglaubt, dass es so seriös wird, aber es sind voll ernste Matches und ich habe mich davon anstecken lassen.“

Vom Spielerischen her habe er sich im Vergleich zu den Vortagen „am wenigsten wohlgefühlt“. „Es war richtig heiß und noch eine Spur schneller. Ich habe die ersten drei Partien unglaublich gut gespielt. Da ist die Gefahr, dass man dann ein bisserl schlampiger wird. Heute waren zu viele Eigenfehler dabei.“

Zweites Halbfinale wegen Regens vertagt
Das zweite Halbfinale musste indes dreimal wegen Regens unterbrochen werden, ehe die Fortsetzung für Samstag (12 Uhr) angesetzt wurde. Andrej Rublew übernachtet mit einer 6:2-2:1-Führung. Er oder doch Matteo Berrettini spielt anschließend das Finale gegen Thiem. In Folge soll noch das Spiel um Rang drei zwischen Roberto Bautista Agut und dem Verlierer aus Rublew - Berrettini gespielt werden.

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