17.06.2020 18:25 |

Zustand „kritisch“

Niedergestoßener US-Aktivist erlitt Schädelbruch

Die Bilder des 75-jährigen Demonstranten, der im Rahmen der Black-Lives-Matter-Bewegung in Buffalo von einem Polizisten niedergestoßen wurde, gingen um die Welt. Wie CNN berichtet, befindet sich Martin Gugino nach wie vor im Krankenhaus - der Protestierende erlitt eine Schädelfraktur und kann immer noch nicht gehen. US-Präsident Donald Trump ortete bei dem Aktivisten eine Nähe zur ANTIFA und nannte den Sturz ein „abgekartetes Spiel“.

Der Friedensaktivist hatte am 4. Juni an einer „Black Lives Matter“-Demonstration in Buffalo teilgenommen. Dabei wurde er von einem Polizisten gestoßen, wodurch er zu Sturz kam - die Ärzte stellten daraufhin einen Schädelbruch fest. Wie seine Anwältin erklärte, sei in absehbarer Zeit keine wirkliche Besserung seines Gesundheitszustands zu erwarten. Derzeit könne er immer noch nicht gehen - sein Zustand sei „kritisch“. Gugino sei „dankbar für die Sorge“ um ihn, es gebe aber „viele andere Dinge, über die man nachdenken muss“.

Am Boden liegen gelassen
Gugino schlug den Angaben nach mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Eine Videoaufnahme zeigt, wie der Polizist, der den Demonstranten gestoßen haben soll, den blutenden Mann nach der Attacke auf dem Boden liegen ließ. Der Vorfall hatte weltweit für Kritik am gewaltsamen Verhalten der Polizei gegen friedliche Demonstranten gesorgt, die in einem ersten Statement noch davon sprach, dass Gugino gestolpert und dadurch hingefallen sei.

Trump sah „gespielten“ Sturz
Erst nach der Veröffentlichung des Videos suspendierte der Polizeipräsident von Buffalo den Beamten sowie einen weiteren beteiligten Kollegen und leitete eine Untersuchung ein. Die beiden Polizisten bekannten sich für „nicht schuldig“ und wurden bereits ohne Kaution wieder freigelassen - bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu sieben Jahre Haft.

US-Präsident Donald Trump hatte den Polizeieinsatz gegen den 75-Jährigen verteidigt. In einem Beitrag über Twitter führte er die These an, Gugino könnte ein Mitglied der „Antifa“ sein, die der Präsident als linksextrem einstuft. Der Sturz könnte „gespielt“ gewesen sein.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 04. Juli 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.