09.06.2020 16:46 |

Partner und Stars weg

Eklat! CrossFit-Gründer witzelte über George Floyd

Eklat um CrossFit. Der Geschäftsführer der globalen Marke soll über den in den USA ermordeten George Floyd gewitzelt haben. Daraufhin hat neben zahlreichen Fitness-Unternehmen, auch Reebok den Kontakt zum Inhaber der Marke Crossfit, Crossfit Inc., abgebrochen, schreibt der „CNN“.

Gerade letzte Woche berichtete krone.at über die CrossFit-Bewegung, die viele Ex-Profi-Sportler, wie die schwedische Schwimmerin Emma Tall (unten im Bild), zu seinen Fans zählt(e). Ski-Legende Marcel Hirscher probierte es auch aus. Nun ist aber ein großer Skandal rund um den Gründer von CrossFit ausgebrochen.

„Quarantäne nicht gut bekommen“
Der Erfinder der global bekannten Marke, der Milliardär Greg Glassman, gab seine umstrittene Ansichtsweise auf Twitter bekannt. Zuvor geriet er auch schon dadurch in Kritik, dass die Marke nach der Tragödie von George Floyd, verursacht durch einen weißen Polizisten, sich nicht sofort gegen Rassismus aussprach. Er soll sogar beteuert haben, dass er wegen Floyd nicht trauert. Viele Franchise-Firmen bemerkten das Schweigen von Crossfit und taten ihren Unmut kund. Sogar in einer Email an Glassmann, daraufhin soll der Eigentümer geantwortet haben, dem Partner soll die Quarantäne nicht gut bekommen sein.  

Schlechter Witz
Und bis Samstag schien das ganze auch durchzugehen. Dann aber witzelte der Geschäftsführer von Crossfit über eine Meinung auf Twitter, nämlich, dass der Rassismus eine „public health issue“ also ein „öffentliches Gesundheitsproblem“ sein. Dazu schrieb er: „Floyd-19“. Er vermischte also den Namen des ermordeten Mannes aus Minneapolis, mit dem des grassierenden Coronavirus. Das war kein guter Witz. In den drauffolgenden Tweets schien er sich auch nicht davon abzuwenden, er kritisierte den Lockdown (wegen dessen er viel an Einnahmen einbüßte).

Große Empörung
Nachdem viele Fitness-Zentren und auch Reebok den Vertrag mit CrossFit gekündigt und auch Sportler sich von Crossfit entfernt hatten , entschuldigte sich Glassman auf der offiziellen Firmenseite: Er sei sehr traurig. Und weder er, noch seine Firma, noch die CrossFit-sportler seien Rassisten, schrieb er. Er habe die falschen Worte gewählt. Es sei ein Fehler gewesen, kein rassistischer, aber doch ein Fehler, schrieb Glassman.

Sportler geben Traum auf
Unter den sich von CrossFit abwendenden Sportlern befindet sich auch  CrossFit-Weltmeisterin Tia Clair Toomey. Sie zeigt sich „unglaublich traurig, enttäuscht und am Boden zerstört, über die Worte von Glassman. Nun überlegt sie, ob es für sie überhaupt in dem Sport weitergeht. Der Vizeweltmeister der Herren, Noah Olsen zog sich schon von der WM zurück. Sie geben praktisch ihren Traum für ihre Prinzipien auf. In zwei Monaten wären die CrossFit-Weltmeisterschaften gekommen...

krone Sport
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