02.06.2020 16:57 |

Für Umweltschutz

„Plastik-Gipfel“: Alle Zeichen stehen auf Pfand

Der erste Schritt, um die Plastik-Plage endlich einzudämmen, ist getan. Am Dienstag trafen 40 Vertreter aus Handel, Politik, Zivilgesellschaft und Abfallwirtschaft zu einem Runden Tisch zusammen. Wegweisende Entscheidungen wurden zwar nicht getroffen, der Startschuss verlief aber vielversprechend - Pfand drauf!

Die Einführung von Pfand auf Einweg-Flaschen war einer der zentralen Punkte des Wiener „Plastik-Gipfels“. Wie berichtet, müssen in spätestens neun Jahren 90 Prozent der Einwegflaschen im Recycling landen, statt im Restmüll oder Straßengraben. Davon ist auch Österreich noch ein gutes Stück weit entfernt.

„Wir müssen das Problem des ständig steigenden Plastikmülls in unserer Natur lösen und sicherstellen, dass wir die EU-rechtlich verbindlichen Sammelziele für Kunststoffgetränkeflaschen erreichen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Anschluss an den Runden Tisch. „Dazu werden wir jetzt konkrete Details eines möglichen Einwegpfandsystems für Österreich entwickeln.“

Handel noch skeptisch
Handel und Vertreter der Abfallwirtschaft zeigen sich vorerst noch skeptisch, „man muss den Termin aber als ersten Schritt eines längeren Weges betrachten“, zeigte sich Lena Steger, Expertin für Ressourcen bei Global 2000, zuversichtlich. Noch im Juni soll weiterdiskutiert werden.

Freilich endet das weltweite Problem des Plastikmülls nicht an Österreichs Grenzen. Daher fordert der EU-Abgeordnete Günther Sidl (SPÖ) gleich ein einheitliches Pfandsystem für ganz Europa: „Eine österreichische Regelung wäre ein erster Schritt, aber eine echte Lösung kann nur gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten gefunden werden“, so Sidl.

Oliver Papacek und Mark Perry, Kronen Zeitung

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