Boateng und Co.

„Widerlich!“ Sportwelt über Polizeigewalt entsetzt

Großes Entsetzen nach einem neuerlichen Vorfall von Polizeigewalt in den USA! George Floyds Tod erschüttert nicht nur Minneapolis, sondern auch die Sportwelt. Bayern-Profi Jerome Boateng, NBA-Star Lebron James und Co. zeigen sich geschockt.

Was war passiert? Ein weißer Polizist in der US-Stadt Minneapolis drückt sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert - dieses Video einer Festnahme schockiert über die Grenzen der USA hinaus. Der Afroamerikaner George Floyd starb kurz nach der minutenlangen Tortur, die mitgefilmt wurde, in einem nahen Krankenhaus.

Boateng: „Kann nicht glauben, dass es schon wieder passiert ist“
Zahlreiche Sportstars verurteilen den Vorfall. „Sein Name war George Floyd. Sagt seinen Namen, betet für seine Familie. Ich kann nicht glauben, dass es schon wieder passiert ist, sogar bei Tageslicht und bei laufendem Aufnahmegerät“, schreibt etwa Alabas Bayern-Kollege Boateng bei Twitter.

Steve Kerr, Trainer der Golden State Warriors, zeigt sich ebenfalls entsetzt: „Das ist Mord. Widerlich! Ernsthaft, was ist los mit uns?“ NBA-Superstar Lebron James postete ein Foto des knieenden Ex-NFL-Quarterbacks Colin Kaepernick. Dieser ging vor NFL-Spielen beim Abspielen der Nationalhymne aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA auf die Knie. „Versteht ihr jetzt? Oder ist es immer noch verschwommen für euch?“ - so die Worte von James.

Dies sind nur ein paar der zahlreichen Reaktionen aus der Sportwelt. Die Polizei müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Das sehen auch viele Amerikaner so, die für Gerechtigkeit für George Floyd auf die Straße gingen, um unter anderem einzufordern: „Hört auf, schwarze Menschen zu töten!“, oder um zu fragen: „Wann hört das auf?“.

Immer wieder Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA
In den USA kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden Fällen von Polizeigewalt gegen Schwarze. Der jüngste Vorfall erinnerte an den ebenso auf Video festgehaltenen Fall des Afroamerikaners Eric Garner. Der 43-Jährige wurde 2014 von New Yorker Polizisten zu Boden geworfen. Sie drückten ihm die Luft ab, später starb er im Krankenhaus. Garners letzte Worte - „Ich kann nicht atmen“ - wurden zu einem Slogan der Bewegung „Black Lives Matter“. Diese setzt sich in den USA für Gleichberechtigung von Schwarzen und Weißen und gegen Polizeigewalt ein.

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