Skandal in Linz

Arzt verließ OP: Spitalskollegen fordern Antworten

Oberösterreich
26.05.2020 07:00

Die Aufregung rund um den Oberarzt, der während einer OP am Linzer Kepler Uniklinikum (KUK) das Spital verließ und an einen Assistenzarzt übergab, reißt nicht ab. In einem offenen Brief an die Krankenhausleitung fordern die Mittelbauärzte des KUK jetzt eine sachliche Aufklärung und Antworten auf offene Fragen.

Auch intern kommt man seit dem Skandal rund um den Oberarzt, der eine OP verließ, nicht zur Ruhe. Der Großteil der Fachärzte am Linzer Kepler Uniklinikum richtet sich jetzt mit einem Schreiben an die Krankenhausleitung. Die „öffentliche Vorverurteilung eines Kollegen“, noch bevor die Sachverhalte aufgeklärt waren, wirke auf sie befremdlich.

Ein Teil des offenen Briefs. (Bild: zVg)
Ein Teil des offenen Briefs.

Offene Fragen
Die Mediziner fordern die Chef-Etage auf, die Vorgänge in der Öffentlichkeit sachlich aufzuklären und folgende Fragen zu beantworten:

  • „Weshalb wurde einer der drei an diesem Vorfall beteiligten Ärzte öffentlich in den Medien vorverurteilt, obwohl das Ergebnis der Obduktion bekannt war und der gesamte Sachverhalt noch nicht geklärt war?“
  • „Warum wurde nicht kommuniziert, dass ein zusätzlicher Oberarzt während der gesamten Zeit im Krankenhaus anwesend war?“
  • „Warum werden Ärzte in eine Medizin getrieben, bei der die persönliche Absicherung im Mittelpunkt stehen muss, wenn schon ein erster Verdacht auf einen mutmaßlichen Fehler mit fristloser Entlassung bedroht wird? Dies führt weg von einer Ethik, die die Patienten eigentlich brauchen.“
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