16.05.2020 15:37 |

Zurück in den Alltag

Kärntens Schulen öffnen etappenweise ab Montag

Kärntens Schulen fahren ab Montag, 18. Mai, ihren Betrieb schrittweise wieder hoch. Das teilten Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser sowie Bildungsdirektor Robert Klinglmair in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Samstag mit. Vorgegangen wird anhand des Etappenplans des Bundesministeriums.

Demnach öffnen die die Primarstufe sowie die Sekundarstufe I - also Volksschulen, Neue Mittelschulen, AHS-Unterstufen, Sonderschulen sowie Deutschförderklassen sowie alle Jahrgänge und Klassen, mit verkürzten Unterrichtsjahr an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen - am 18. Mai. Ab 3. Juni wird in allen Klassen der Sekundarstufe II - also AHS Oberstufe, BMS, BMHS, Polytechnische Schulen - der Unterricht wiederaufgenommen.

Es seien zahlreiche Maßnahmen getroffen worden, um den zukünftigen Schulalltag meistern zu können. „Angefangen von Schutz- und Hygienemaßnahmen, über neue und kleinere Unterrichtsbereiche bis hin zu neuen Stundenplänen“, so Landeshauptmann Kaiser. Auch die notwendigen Betreuungsangebote werden an Kärntens Schulen zur Verfügung gestellt, ebenso wie angepasste Leistungsbeurteilungen. 

Bildungsdirektor Klinglmair richtete seinen Dank vor allem an die Schulleitungen für das Bewältigen der herausfordernden Situation. Es sei in den letzten Wochen sehr gut gelungen, koordiniert vorzugehen. Im Hinblick auf das Wiederhochfahren der Schulen am Montag sei mit allen Schulen die notwendigen Hygienemaßnahmen besprochen worden, zudem wurden seitens der Bildungsdirektion 17.400 Masken für  Lehrer zur Verfügung gestellt. 20 Prozent - also rund 3500 davon - werden als Reservemasken für Schülerinnen und Schüler vorgehalten.

Unterricht unter speziellen Bedingungen
Auf Grund des Coronavirus findet der Unterricht für Kärntens rund 67.000 Schülerinnen und Schülern unter neuen Rahmenbedingungen statt. So gilt beim zukünftigen Unterricht das so genannte „Schichtsystem“. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, wird die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die sich gleichzeitig an den Schulen aufhalten, reduziert. Werden in einer Klasse mehr als 18 Schüler unterrichtet, wird diese in zwei Gruppen geteilt. Die Gruppen werden entweder im 3-2-Modell (eine jeweils von Montag bis Mittwoch bzw. eine Gruppe Donnerstag und Freitag - in der darauffolgenden Woche umgekehrt), im Reißverschlusssystem (Gruppenwechsel von Tag zu Tag) oder im wöchentlichen Rhythmus unterrichtet. Keinen Nachmittagsunterricht gibt es an den Pflichtschulen, Freigegenstände und unverbindliche Übungen entfallen bis Schuljahresende. Ebenso findet das Unterrichtsfach „Bewegung und Sport“ in allen Schulstufen nicht mehr statt. Das Fach „Musikerziehung“ wird auf musiktheoretische Inhalte beschränkt. In den Gegenständen „Textiles und technisches Werken“ werden die Unterrichtsinhalte so festgelegt, dass Arbeitsflächen und Werkzeuge nicht unmittelbar hintereinander benützt werden müssen.

Das Betreuungsangebot an den Schulen bleibt weiterhin aufrecht, die verschränkte Form der Ganztagsschule wird nicht bis zum Ende des Unterrichtsjahres fortgeführt. Schülerinnen und Schüler, die keiner Risikogruppe angehören, sich aber aufgrund der aktuellen Situation psychisch nicht in der Lage sehen, dem Unterricht beizuwohnen, gelten als entschuldigt. Sie müssen den Lernstoff, der in der Schule unterrichtet wird, eigenständig nachholen.

Für die Schulen gelten ebenso umfassende Hygieneauflagen
So ist in Schulgebäuden außerhalb der Klassen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Personen verpflichtend. Ebenso sind das Händewaschen bzw. die Handdesinfektion direkt nach dem Betreten eines Schulgebäudes vorgeschrieben und in den Schulen gelten die bekannten Abstandsregeln. Ebenso soll ein häufiges Lüften der einzelnen Schulräume eingehalten werden, genauso wie Pausenregelungen, die einen zu dichten Aufenthalt von Schülern vermeiden sollen.

 Kärntner Krone
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