13.05.2020 17:00 |

Abfahrt in die Pension

Das Ende einer Ära: Ski-Queen Anna Veith hört auf

Die erfolgreichste Ära in Österreichs Damen-Skisport der letzten Jahre neigt sich dem Ende zu. Anna Veith, die einmal Olympia-Gold und drei WM-Titel holte, dürfte noch im Mai ihren Rücktritt erklären.

Nach Österreichs Ski-Herren kehren dieser Tage auch die Damen auf Schnee zurück. Auf dem Kaunertaler Gletscher und auf jenem über Sölden werden Nicole Schmidhofer & Co. ihre ersten Schwünge in diesem „Corona-Frühjahr“ ziehen. Die Prominenteste unter den rot-weiß-roten Läuferinnen wird man dabei aber wohl nicht antreffen:

ANNA VEITH!
Immer mehr verdichten sich nämlich in Insiderkreisen die Gerüchte, dass sie statt der kommenden Saison entgegen direkt in die Ski-Pension fährt. Nächste oder übernächste Woche, also jedenfalls noch im Mai, soll sie demnach offiziell ihren Rücktritt erklären. Obwohl sie am 18. Juni erst ihren 31. Geburtstag feiert.

Komplizierte Operationen
Aber so erfolgreich ihre Karriere war, so wurde sie auch von zahlreichen Rückschlägen in Form von schlimmsten Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Die Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin und zweifache Triumphatorin im Gesamtweltcup musste sich alleine seit Oktober 2015 zwei komplizierten Operationen am rechten sowie einer am linken Knie unterziehen. Dennoch kämpfte sie weiter, gab nie auf.

Private Gründe?
Jetzt dürfte die Salzburgerin, die unter ihrem Mädchennamen Fenninger in die Weltspitze aufgestiegen war, dennoch rein vom Alter her recht zeitig einen Schlussstrich unter ihre Karriere ziehen. Was allerdings auch private Gründe haben dürfte. Seit April 2016 ist sie mit dem früheren Snowboarder Manuel Veith verheiratet, gemeinsam mit ihm betreibt sie das ARX-Hotel im steirischen Rohrmoos. Und immer öfter sprach sie in den letzten Monaten auch über ihre Familienplanung. Über den Kinderwunsch.

Ungewisse Situation
Die ungewisse Situation, zu der die Corona-Krise auch im Skisport führte, wird ihre Entscheidung wohl zusätzlich beeinflusst haben. Derzeit kann kein Mensch sagen, wann ein derartig riesiger Tross wie im Weltcup üblich etwa wieder zu Überseerennen reisen kann.

Peter Frauneder/Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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