29.04.2020 05:00 |

Arbeit und Umwelt

Im Home-Office wird die Luft immer dicker

Ein Arbeitsplatz zu Hause war bis jetzt für viele von uns kein Thema. Ohne Infrastruktur und Belüftung moderner Büroräume kann sich die Qualität der Atemluft in Inneräumen aber extrem reduzieren. Das macht müde, ernergielos und stört die Konzentration.

Improvisieren war Mitte März oft angesagt: Der Küchentisch wurde umfunktioniert, die Couch abgeräumt oder der Kinderschreibtisch zum Lernpult gemacht. „Eine räumliche Abgrenzung und die adäquate Infrastruktur sind in den meisten Fällen nicht gegeben“, so Dr. Heinz Fuchsig, Arbeitsmediziner und Umweltreferent der Österreichischen Ärztekammer.

Daher ist es umso wichtiger, auf eine gesunde Raumluft zu achten. So wird zum Beispiel oft nicht bedacht, dass Computer und Tastaturen Weichmacher, Flammhemmer (Anm.: sollen im Schadensfall das Ausbreiten von Bränden verhindern oder verzögern) und andere Chemikalien „ausdünsten“, vor allem, wenn sie neu sind oder mit hohem Stromverbrauch warm werden. Da bekommt der Ausdruck „Arbeitsklima“ eine ganz neue Bedeutung . . . 

In Wohnräumen kann sich, zusätzlich zu anderen Belastungen durch Schadstoffe aus Möbeln, Wandfarben, Böden, Kohlendioxid und Staub die Raumluft extrem verschlechtern. Aber auch Tonerstaub von Laser-Druckern können Feinstaub in relevanten Mengen ausströmen. Das vermindert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, kann Kopfschmerzen, Augenprobleme und Schlafstörungen verursachen.

Tipps des Experten:
*
Reduzieren Sie Staubfänger, dazu gehören auch nicht mehr gebrauchte Arbeitsmaterialien. Drucker so weit wie möglich wegstellen.

* Regelmäßiges Staubsaugen entlastet die Atemwege ebenso wie Lüften (ausgenommen Allergiker, in der Stadt am Morgen, am Land spätabends), idealerweise stoßlüften. Je wärmer die Außentemperatur, desto länger. Im Frühjahr können es, wie auch im Sommer, durchaus 25 Minuten sein, das 4-5 Mal pro Tag.

* In der Regel ist die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu niedrig. Sie sollte zwischen 40% und 60% liegen (Hygrometer anschaffen). Ein Krug mit frischem Wasser am Schreibtisch erinnert daran, regelmäßig zu trinken.

* Rauchen im Wohnbereich ist ein absolutes No-Go.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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