23.04.2020 19:56 |

Eingeschränkt tauglich

Kind bei Unfall getötet: Lenker (90) angeklagt

Nach einem tragischen Unfall vor der Pfarrkirche Gneis in der Stadt Salzburg am 25. August 2019, bei dem ein vierjähriges Kind von einem Pkw erfasst und getötet worden war, hat die Staatsanwaltschaft Salzburg nun einen Strafantrag gegen den damals 90-jährigen Lenker beim Landesgericht Salzburg eingebracht. Dem Pensionisten wird grob fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Der 90-Jährige holte an jenem Sonntag seine Frau vom Gottesdienst ab. Nachdem diese ins Auto gestiegen war, fuhr der Mann mit dem Wagen plötzlich über den Kirchplatz auf eine Menschengruppe zu und erfasste dabei das syrische Mädchen und eine 45-jährige Frau, die nicht die Mutter des Kindes ist. Die Frau wurde schwer verletzt. Das Kind starb kurz nach Einlieferung ins Krankenhaus.

„Eingeschränkte Fahrtauglichkeit"
Einem kfz-technischen Gutachten zufolge lag bei dem Wagen zum Unfallzeitpunkt kein technischer Defekt vor. Die Ursache der Kollision war „ein Fahrfehler infolge eingeschränkter Fahrtauglichkeit“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Christoph Rother, am Donnerstag.

Der Pkw war zumindest auf 26 km/h beschleunigt worden, als dieser ungebremst mit den zwei Personen kollidierte. Ein weiteres, medizinisches Gutachten hat dem Beschuldigten eine eingeschränkte Fahrtauglichkeit aus gesundheitlichen Gründen attestiert.

Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

 Salzburg-Krone
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