18.04.2020 06:00 |

„Keine Pläne“

Bundesländer halten nichts von Doskozils See-Bann

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) lässt zumindest bis 30. April nur Anrainer den Neusiedler See sehen - und erntet dafür Kritik. Die anderen Bundesländer halten davon wenig.

Doskozil ist zurück aus seiner gesundheitlich bedingten Politikpause, das weiß seit dieser Woche das ganze Land: Denn der SPÖ-Politiker sorgte mit einer Verordnung für Riesenwirbel. So dürfen künftig nur noch jene Menschen den beliebten Neusiedler See besuchen, die höchstens 15 Kilometer davon entfernt wohnen. Wiener und andere Ausflügler werden also ausgesperrt.

„Krone“ startete Rundruf
Werden dem SPÖ-Mann nun auch andere Landeschefs folgen und ihre Naturschätze aus Sorge vor eingeschleppten Coronaviren großteils nur noch Landsleuten zur Verfügung stellen? Darauf deutet derzeit wenig hin, zeigt ein Rundruf der „Krone“.

Die Salzburger Landesregierung etwa erklärt auf Anfrage, dass man derlei „natürlich nicht“ geplant habe, auch Wiener, Vorarlberger und Niederösterreicher winken ab und verweisen darauf, dass die Maßnahmen des Bundes ohnehin streng seien.

Selbes gilt für Kärnten: Das Land mit mehr als tausend „stehenden Gewässern“ (sprich: Seen oder Ähnlichem) hege „keine Pläne“ für eine Lex Neusiedler See.

In der Steiermark heißt es indes, dass die Bürgermeister gewisse Möglichkeiten der Einschränkungen haben, von Aktionen à la Burgenland weiche man aber selbstverständlich zurück. Und in Oberösterreich werden zwar Parkplätze vor Seen vermehrt kontrolliert - Doskozils Beispiel folge man dennoch nicht, heißt es.

Kronen Zeitung

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