Unser Land steht still

Nehammer: „Österreich darf nicht Italien werden“

Politik
17.03.2020 06:00

„Seine“ Polizisten müssen jetzt die Ausgangsbeschränkungen im Land überwachen. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) im Interview mit der Kronen Zeitung über Notbetrieb und Ängste.

„Krone“: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Karl Nehammer: Man muss sich nur umsehen in unseren Nachbarländern. Österreich darf nicht Italien werden! Dort bricht derzeit das Gesundheitssystem zusammen, und Sterbende müssen sich von ihren Angehörigen via Handy verabschieden. Daher braucht es diese harten Maßnahmen.

Krankenhausangestellte auf Italiens Straßen (Bild: AFP)
Krankenhausangestellte auf Italiens Straßen

Verstehen Sie die Sorgen und Ängste im Land?
Ich habe großes Verständnis dafür, und gleichzeitig ist es wichtig, dass alle Österreicherinnen und Österreicher wissen, dass sie mit ihrem Tun - indem sie zu Hause bleiben - Leben retten können.

Sie haben zwei Kinder, und Ihre Frau arbeitet im Verteidigungsministerium. Sehen Sie Ihre Familie noch?
Ich habe den persönlichen Kontakt auf ein absolutes Minimum reduziert. Hin und wieder schaffe ich es, in den frühen Morgenstunden mit unserem Familienhund rauszugehen.

Für ganz Österreich wurde im März eine Ausgangsbeschränkung beschlossen - die Polizei kontrollierte. (Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)
Für ganz Österreich wurde im März eine Ausgangsbeschränkung beschlossen - die Polizei kontrollierte.

Wie laufen Kontrollen ab?
Die Polizei ist da, um die Bevölkerung zu schützen, zu helfen und zu informieren. In erster Linie suchen sie das Gespräch mit den Menschen. Die Erfahrungen der letzten 24 Stunden zeigen hohe Akzeptanz. In letzter Konsequenz gibt es selbstverständlich Strafen.

Kronen Zeitung

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