16.03.2020 05:04 |

Arzneimittelforschung

Wie kommt der Impfstoff eigentlich in die Spritze?

Alle hoffen derzeit auf eine Corona-Impfung. Doch auch bei der Verkürzung aller erforderlichen Verfahren geht das nicht von heute auf morgen, selbst wenn bereits ein Wirkstoff gefunden ist. Wie kommt das Serum dann aber in die Spritze?

Sie heilen keine Krankheiten, sondern schützen davor: Impfstoffe sind Medikamente, welche den Körper dazu bringen, sich mit Abwehrstoffen (Antikörper, Gedächtniszellen) gegen den jeweiligen Erreger zu wappnen. Ihre Herstellung unterliegt strengen Regeln, die Sicherheit und Keimfreiheit gewährleisten. Qualitätskontrollen während des gesamten Produktionsprozesses sind ebenso obligatorisch wie Spezial-Schutzkleidung und internationale Hygienestandards für Laborpersonal.

DI Martin Außerleitner Produktionsleiter Pfizer Manufacturing Austria, Orth/Donau: „Die Produktion setzt sich aus verschiedenen Phasen zusammen, die entsprechend der Art des Impfstoffs und der benötigten Menge stark variieren können.“

Vereinfach dargestellt, gilt folgender Ablauf:

  • Als Erstes muss ein Antigen hergestellt werden, das die Immunantwort auslösen soll. Dafür vermehrt man Proteine oder die DNA eines Krankheitserregers (Virus oder Bakterium) unter strengsten Richtlinien im Labor. Das passiert in Zellkulturen, in Bioreaktoren oder in Hühnereiern.
  • Im Anschluss isolieren die Spezialisten dieses Antigen, trennen es also von den Zellen, in denen es gewachsen ist. Dabei soll so viel davon wie möglich „geerntet“ werden.
  • Es ist notwendig, das Antigen zu reinigen. Das geschieht in mehreren Prozessen - abhängig von der Größe der Antigene, deren Bindungseigenschaften und ihrer biologischen Aktivität. Übrig bleibt eine hochreine Wirkstoffsuspension.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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