„Stopplicht“

Völlig idiotisch! Ein Kommentar zur Fan-Thematik

Österreichische Fan-Gruppierungen, die sich per (gewöhnungsbedürftigen) in eine an sich deutsche Angelegenheit einmischen? Für Peter Frauneder völlig idiotisch. Ein Kommentar des Kronen-Zeitung-Sportchefs.

Manchmal treibt der Fußballsport seltsame Blüten. In Deutschland hatten etwa am vergangenen Wochenende Fan-Beschimpfungen von Hoffenheim-Macher Dietmar Hopp, die teils weit unter der Gürtellinie waren, für Skandale gesorgt. Das Spiel von Bayern eben in Hoffenheim stand deshalb sogar am Rande des Abbruchs. Der 79-Jährige, der für diverse Ultras als Symbol für die Kommerzialisierung des Fußballs steht, bekam daraufhin Zuspruch von zahlreichen Funktionären sowie Spielern und meinte selbst treffend: „Ich weiß gar nicht, was diese Idioten von mir wollen!“

Noch weniger wissen vermutlich jene Fans von Rapid, Innsbruck und dem LASK warum auch sie in der Meisterschaft beziehungsweise während der Cup-Halbfinali in Lustenau und in Salzburg in diese Empörungs-Schreie einstimmten. Vor allem geht es bei den Protesten in Deutschland schließlich darum, dass die Dortmund-Ultras nach wiederholten Angriffen gegen Hopp vom Fußballbund für zwei Jahre Stadionverbot in Hoffenheim erhielten. Damit hatte der DFB nach Meinung der radikalen Fans gegen sein Versprechen verstoßen, solche Kollektivstrafen nicht mehr zu verhängen.

Doch österreichische Klubs sind weder von den Hopp-Millionen betroffen noch von diesen Strafen des deutschen Fußballbundes. Man wird somit den Eindruck nicht los, dass es auch hierzulande gewissen Gruppierungen nur darum geht, grundsätzlich beschimpfen zu können, ihre Aggressionen abzulassen. Vorrangiger sogar noch, als die eigene Mannschaft anzufeuern. Das wäre, um bei Hopps Worten zu bleiben, vor allem eines: völlig idiotisch!

Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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