26.02.2020 09:36 |

Strengere Regeln

Assistenzsysteme: Fahrer in „falscher Sicherheit“

Weil sie Menschen am Steuer das Gefühl falscher Sicherheit vermitteln, wollen die einflussreichen Unfallermittler der US-Behörde NTSB striktere Regeln für Fahrassistenzsysteme durchsetzen. Sie fordern unter anderem, dass bei Autos mit hochentwickelten Assistenzsystemen rigoros überwacht wird, ob der Fahrer abgelenkt ist.

„Es ist an der Zeit, zu verhindern, dass Fahrer in teilweise automatisierten Wagen so tun können, als hätten sie selbstfahrende Autos. Denn sie haben keine selbstfahrenden Autos“, sagte NTSB-Chef Robert Sumwalt bei einer Anhörung am Dienstag. Die Assistenzsysteme können zum Beispiel die Spur, den Abstand zum vorderen Fahrzeug und die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten.

Ermittlungen nach tödlichem Tesla-Crash
Bei den aktuellen NTSB-Ermittlungen ging es um einen tödlichen Unfall in Kalifornien, bei dem ein Tesla im März 2018 vom Assistenzsystem Autopilot in einen Betonpoller zwischen den Fahrspuren gelenkt wurde. Die NTSB kam zu dem Schluss, dass sich das System von einer abgenutzten Fahrbahn-Markierung täuschen ließ.

Fahrer spielte am Handy
Sie stellte aber auch fest, dass sich der Fahrer so sehr auf die Software verließ, dass er während der Fahrt mit einem Handy-Spiel beschäftigt war. Tesla verwies seinerzeit darauf, dass der Fahrer in den letzten sechs Sekunden vor dem Aufprall die Hände nicht am Steuer hatte.

Behörde fordert effizientere Überwachung der Aufmerksamkeit
Der Elektroauto-Pionier hatte nach früherer Kritik bereits den Zeitraum verkürzt, nach dem der Autopilot einen Fahrer warnt, wenn das System seine Hände nicht auf dem Lenkrad spürt. Die NTSB will aber effizientere Systeme zur Überwachung der Aufmerksamkeit durchsetzen. Die Behörde kann zwar nur Empfehlungen abgeben, sehr oft führen diese jedoch zu Regeländerungen.

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