Frankfurt in Salzburg

Martin Hinteregger: Die Heimkehr der Kultfigur

Prunk und Protz sind ihm fremd: Martin Hinteregger tickt anders als die meisten Fußballprofis und ist genau deshalb bei den Fans beliebt. Mit Eintracht Frankfurt kehrt er am Donnerstag an die alte Wirkungsstätte in Salzburg zurück.

Martin Hinteregger ist der Schrecken aller Pressesprecher. In Interviews drischt er nicht übliche Blabla-Phrasen, sondern redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Unvergessen, als er über Didi Kühbauer meinte, der sei als Trainer „der gleiche Koffer wie früher“. Der aus Sirnitz stammende Kärntner schlug auch bei Partys schon öfter über die Stränge, feierte etwa zwischen zwei Länderspielen ausgiebig Geburtstag.

Ziehharmonika, Flugschein und „Bergdoktor“
Es gibt aber auch die andere Seite des Martin Hinteregger. Er geht gerne jagen, spielt Ziehharmonika, ist dabei, den Flugschein zu machen, und zudem Fan der Fernsehserie „Bergdoktor“. Statussymbole wie teure Uhren oder Sportautos bedeuten ihm nichts. Für sein fast zehn Jahre altes Handy wird er von Mitspielern belächelt. Doch das ist ihm egal. Stattdessen trainierte er in Augsburg eine Nachwuchsmannschaft, zahlt seinem Heimatklub die Ausrüstung.

Kritik an Leipzig
Hinteregger ist anders. Das spüren auch die Fans. Schon bei Ex-Klub Salzburg war der Blondschopf Liebling der Massen. Erst recht, als er Leipzig kritisierte („Die Art und Weise, wie Salzburg von Leipzig kaputtgemacht wird, finde ich schade“). In Frankfurt genießt er längst Kultstatus. Mit „Hinty Army“ bekam er einen eigenen Song, nach seinem verschossenen Elfer im Europa-League-Halbfinale letzte Saison gegen Chelsea richteten ihn die Eintracht-Fans wieder auf. „Hätten sie mich nicht aufgefangen, wäre ich sicherlich in ein Loch gefallen“, erklärte er gegenüber „11freunde“.

„Einiges zurückgeben“
Spätestens da war ihm klar, dass er zu diesem Klub gehört. „Ich muss diesem Verein und den Leuten einfach noch einiges zurückgeben“, erklärte Hinteregger.

Seinen Beitrag will er auch morgen (21) im Sechzehntelfinale der Europa League in Salzburg leisten, wenn der Kultkicker mit dem Bundesliga-Elften nach Salzburg heimkehrt.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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