16.02.2020 14:00 |

Gesund

Die Heilkraft der Knospen

Um altes Wissen neu zu entdecken und davon Gebrauch zu machen, gibt es Experten wie Lilo Amann-Schwarz. Sie weiht uns in die „Medizin der Bäume“ ein - ein Muss für die Hausapotheke.

Es ist unglaublich, was in diesen kleinen Knospen alles steckt„, schwärmt Lilo Amann-Schwarz, die uns zu einem “Knospenspaziergang„ in Dornbirn eingeladen hat. Obwohl es erst Februar ist, kann man die kleinen “Kraftpakete" schon überall sprießen sehen.

Die “grüne Medizin der Bäume" ist derzeit wieder hochaktuell, dabei wurde schon vor Urzeiten darauf zurückgegriffen. Und selbst Tiere suchen intuitiv Knospen als Heilnahrung, um sich in Notzeiten zu stärken. Die Volksmedizin kennt die Heilkraft der Knospen und setzt sie als Wundheilmittel, als Geburtsbegleiter oder zur Immunstärkung ein.

Dieses alte Wissen wird nun seit einigen Jahren im deutschsprachigen Raum nach und nach wiederbelebt. „Das Spannende an den Knospen ist, dass der gesamte Baum darin angelegt ist. Wir bedienen uns einer unglaublichen Lebendigkeit, die auf Expansion aus ist“, erzählt die Kräuterfachfrau. Mit so genannten „Mazeraten“ - also Auszügen aus der Pflanze - können wir Menschen von dieser Heilkraft profitieren. „Es gibt rund 20 Gemmomazerate, die sehr beliebt sind und in der eigenen Hausapotheke viel abdecken.“ Von der schwarzen Johannisbeere, der eine cortisonähnliche Wirkung zugeschrieben wird und demnach bei Allergien sehr gut wirkt, bis zum Auszug der Himbeerknospe, die wiederum bei hormonellen Disharmonien bei Frauen eingesetzt werden können.

Will man so ein Gemmomazerat herstellen, sollte man ein paar Voraussetzungen mitbringen. Pflanzenkenntnis, Sorgfalt und Geduld schaden dabei nicht. „Als Kräuterkundige macht es unglaublich viel Spaß, schon im Februar mit offenen Augen durch die Natur zu spazieren“, berichtet Lilo Amann-Schwarz. Gleichgesinnten und Interessierten bietet sie gemeinsam mit Baumwärterin Claudia Tiefenthaler die Möglichkeit, bei zwei Seminartage mehr über die heilsamen Knospen zu erfahren.

Es geht vor allem darum, die Baumarten bestimmen zu können, was für Neulinge gar nicht so einfach sein ist. Bei einem Spaziergang lernt man, die unterschiedlichen Knospen zu erkennen und erhält hilfreiche Tipps. Natürlich werden die Tage auch genutzt, um selbst Präparate herzustellen. „Bei einem Mazerat holt man die Inhaltsstoffe aus der Pflanze und konserviert sie. Die bekannteste Methode, die wir kennen, ist die Urtinktur. Anstatt ausschließlich Alkohol zu verwenden, der zu aggressiv wäre, mischen wir auch noch Glycerin dazu.“ Natürlich in einem ganz bestimmten Mischverhältnis. So lässt sich die heilende Kraft der Natur auch für uns Menschen anzapfen.

Anmeldung für das Seminar „Die Heilkraft der Knospen“, am 6. und 7. März,  lilo@masara.at

Sandra Nemetschke
Sandra Nemetschke
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