10.07.2010 15:45 |

Kann länger dauern!

AvW und Hypo: 250 hochbrisante Aktenbände

Die Forderungen nach raschen Ermittlungsergebnissen rund um Hypo und AvW werden lauter. Schließlich geht es in der einen Causa um den Bankrott einer Bank, in der anderen warten 12.500 Geschädigte auf Urteile. Doch am Landesgericht richtet man sich auf längere Wartezeiten ein. Es gibt 250 hochbrisante Aktenbände!

Für die Hypo-Ermittlungen wurden drei Staatsanwälte hinzugezogen. An der Front selbst erhebt eine SOKO, und auch das Gericht sei nicht untätig, wie Vizepräsident Bernd Lutschounig vorrechnet: "Es gab bereits 90 Entscheidungen eines Richters über Hausdurchsuchungen, Kontenöffnungen oder Verwertungen von Beweismaterial."

Insgesamt gibt es derzeit 30 Beschuldigte, deren Einvernahmen gemeinsam mit weiteren beschlagnahmten Akten bereits 200 Bände füllen.

"50 Bände, 30 Beschuldigte"
Fast ebenso umfangreich scheint der Fall Auer von Welsbach zu sein. "50 Bände, ebenfalls 30 Beschuldigte, davon ein Hauptverdächtiger in Untersuchungshaft", so Lutschounig. Auch hier wurde ein Richter 60 Mal bemüht, wenn es um Grundrechtseingriffe geht.

Da es bei der AvW Tausende Betroffene gibt, ist angedacht, für die Verfahren die Messehalle anzumieten. Allerdings scheint vorerst noch kein Bedarf zu sein: Bei der jüngsten Gläubigerversammlung kamen gute 20 Interessierte in den größten Kärntner Verhandlungssaal.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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