13.01.2020 15:57 |

Texanerin rettet Brite

Gamer erlitt Anfall: Hilfe vom anderen Kontinent!

Eine rund 8000 Kilometer von ihm entfernt lebende Mitspielerin in einem Online-Game könnte einem 17-jährigen Briten das Leben gerettet haben. Die 21-jährige Texanerin war per Sprachchat mit ihrem Mitspieler verbunden, als dieser einen Anfall erlitt. Sie griff geistesgegenwärtig zum Telefon und schickte die britischen Einsatzkräfte zu ihrem Online-Freund.

In einem Beitrag von Sky News erzählt der 17-jährige Aidan Jackson von dem dramatischen Abend. Am Bildschirm hinter ihm ist der Online-Shooter „Star Wars: Battlefront 2“ zu sehen, den er wohl auch mit seiner 21-jährigen Bekanntschaft Dia Lathora aus dem US-Bundesstaat Texas spielt.

Plötzlich reagierte Jackson nicht mehr
An einem Abend im Jänner kam es zum Zwischenfall: Während Jackson und Lathora gemeinsam spielten und sich per Sprach-Chat unterhielten, brach der 17-Jährige zusammen, reagierte nicht mehr auf seine Mitspielerin und gab im Sprachchat ungewöhnliche Laute von sich. Lathora reagierte sofort und rief bei der Polizeistation in Jacksons Heimatstadt Widnes nahe Liverpool an.

„Als ich bemerkt habe, dass er nicht reagiert, habe ich sofort nach Notrufnummern für die EU gesucht“, erzählt Lathora der Zeitung „Liverpool Echo“. Als sie keine passende Nummer fand, rief sie bei der zuständigen Polizeistation an. Dass die Mitspielerin Jacksons Adresse kannte, legt nahe, dass die beiden eine tiefergehende Online-Freundschaft verbindet. Beim Telefonat mit der Polizei - im Video können Sie es anhören - klingt die 21-jährige Texanerin zutiefst besorgt und erklärt den Polizisten, sie zittere am ganzen Körper.

Eltern hatten nichts mitbekommen
Als die Rettung bei Jackson eintraf, saßen die Eltern im Erdgeschoss und hatten nichts davon mitbekommen, was im Zimmer des Sohnes im Obergeschoss passiert war. Ein Polizeibeamter erklärte der schockierten Mutter, was Sache war: Eine Anruferin aus den USA habe sie zu dem Haus geschickt, um nach einem nicht ansprechbaren Mann zu sehen. Die Einsatzkräfte kamen rechtzeitig: Jackson wurde in ein Krankenhaus gebracht und konnte stabilisiert werden.

Mittlerweile ist Jackson wieder zuhause. Der junge Brite und seine Eltern sind der Online-Bekanntschaft aus den USA unendlich dankbar für ihre Hilfe. Was für eine Art von Anfall er hatte, ist nicht bekannt. Es war allerdings nicht der erste, im Mai 2019 hatte Jackson schon einmal ähnliche Probleme. Die ärztlichen Untersuchungen, um deren Ursache festzustellen, dauern an.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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