02.01.2020 07:10 |

Viktor Szilagyi

Jahrhundert-Handballer: „Es gibt nur Endspiele!“

Viktor Szilagyi, Österreichs Jahrhundert-Handballer, arbeitet während der Heim-EM als „Krone“-Kolumnist. Er meint: Für Österreichs Handballer ist bei der EM mit dem Ziel Aufstieg in die Hauptrunde von Platz eins bis vier alles möglich. Es gibt keine Zeit, um sich ins Turnier hineinzukämpfen . Der Heimvorteil war schon 2010 das Plus.

Wenn ich am 10. Jänner zum Eröffnungsspiel der Heim-EM gegen Tschechien in die Wiener Stadthalle komme, wird das tiefsitzende Erinnerungen und Emotionen auslösen. Was sich vor zehn Jahren bei der ersten Heim-EURO rund um das Handball-Team abgespielt hat, das war einmalig. Da ist in einem unglaublich kurzen Zeitraum unglaublich viel passiert. Das realisiert man erst so richtig im Nachgang.

Bauer und Weber zu beneiden
Das war damals in allen Bereichen etwas Neues. Vor allem auch deshalb, weil uns nicht nur die Handball-Familie, sondern eine Vielzahl der heimischen Sport-Prominenz die Daumen gedrückt hat, wie ein achter Mann hinter uns gestanden ist. Der Rummel samt dem medialen Interesse war etwas Außergewöhnliches. So gesehen sind Thomas Bauer und Robert Weber schon jetzt zu beneiden. Zweimal in der Karriere das Gefühl einer Heim-EURO genießen zu dürfen, das erleben die wenigsten Sportler.

2010 hat jeder persönliche Befindlichkeiten hintangestellt, wir hatten eine gesunde, klare Hierarchie in der Mannschaft, jeder hat sich in seine Rolle hineingelebt - das war ein wesentlicher Faktor für den Erfolg mit dem neunten Platz. Auch jetzt kann es nur über das Kollektiv funktionieren, selbst wenn Österreich mit Nikola Bilyk einen Ausnahmekönner im Angriff hat.

Ziel: Aufstieg!
Wenn der Funke vom Publikum auf die Mannschaft einmal mehr überspringt und die Spieler von einer Euphoriewelle getragen werden, dann kann auch diesmal der Aufstieg in die Hauptrunde, die nur das Ziel sein kann, gelingen. Was nun schwieriger wird, weil sich aufgrund der Erweiterung auf 24 Nationen nur noch die ersten zwei der Gruppe für die Hauptrunde qualifizieren, 2010 waren es noch drei Mannschaften.

Die Österreich-Gruppe mit Nordmazedonien, Ukraine und Tschechien, aus Topf eins sicher der machbarste Gegner, ist sehr ausgeglichen, laut Papierform alles von Platz eins bis vier möglich. Es bleibt aber keine Zeit, um sich ins Turnier hineinzukämpfen. Unser Team muss von Beginn an funktionieren, sich auf drei Endspiele einstellen.

Eine Kolumne von Viktor Szilagyi, Kronen Zeitung

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